Der günstigste Schalter ist teuer, wenn er nicht zur Platine oder zum Einsatzzweck passt.
Ein 72er-Pack für wenige Euro wirkt verlockend – bis sich herausstellt, dass die Schalter für ein 3D-Druck-Clickerprojekt gedacht sind oder die Tastatur gar keine Hot-Swap-Sockel besitzt. Bei mechanischen Tastaturen entscheidet nicht allein die Farbe: MX-kompatibler Kreuzschaft, 3- oder 5-Pin-Gehäuse, Kontaktbauart und die Unterstützung der jeweiligen Platine müssen zusammenpassen. Ein einzelner Testschalter oder eine Vergleichsbox ist bei unklarer Vorliebe oft sinnvoller als eine Großpackung.
Auch der Endpreis verdient eine nüchterne Rechnung: Versandkosten, ausgewiesene Mehrwertsteuer, Lieferland und mögliche Rücksendekosten können den Vorteil kleiner Marktplatzangebote aufzehren. Bei Händlern außerhalb der EU sind Rückgaben insbesondere bei geöffneten Mehrfachpackungen häufig unpraktisch oder wirtschaftlich unsinnig. Vor dem Kauf sollten deshalb Lieferzeit, Rücksendeadresse und der konkrete Packungsinhalt geprüft werden – „Blue Switch“ beschreibt weder zwingend Hersteller, Pin-Zahl noch Qualitätskontrolle.
- Für eine vollständige Tastatur werden meist 61, 68, 75, 87, 104 oder 108 Schalter benötigt; Reserve für Ausschuss und Ersatz einplanen.
- Bei 5-Pin-Schaltern lassen sich die zwei Kunststoffstifte nur dann entfernen, wenn eine 3-Pin-Platine verwendet wird; die Metallkontakte dürfen nie gekürzt werden.
Vier sinnvolle Startpunkte
MX-kompatibel, 3-Pin und Hot-Swap sind keine Synonyme. Entscheidend sind unter anderem die Pin-Anordnung, ein möglicher 5-Pin-Ausbau der Platine, die Bauform der LED sowie die Unterstützung durch den jeweiligen Sockel. Bei gelöteten Tastaturen sind zusätzlich Entlöten und erneutes Löten einzuplanen.
Auch bei Angeboten von Amazon.de variieren Verkäufer, Verfügbarkeit, Versandkosten, Umsatzsteuerabwicklung und Rückgabebedingungen. Vor dem Abschluss sollten daher Lieferzusage und Gesamtsumme für die konkrete EU-Adresse geprüft werden.
EU-Angebote in fünf Minuten belastbar prüfen
Ein günstiger Schalterpreis ist erst dann vergleichbar, wenn Vertragspartner, Steuer, Versandweg und Rückgabe eindeutig sind. Diese Prüfung schützt besonders bei Großpackungen und Marketplace-Angeboten vor Nachzahlungen und aufwendigen Retouren.
Im Impressum müssen Firmenname, ladungsfähige Anschrift, E-Mail-Adresse und idealerweise Handelsregister- oder Umsatzsteuer-ID auffindbar sein. Auf Marktplätzen ist der einzelne Verkäufer maßgeblich; die Plattformbewertung ersetzt diese Prüfung nicht.
Produktpreis, Versand, Umsatzsteuer und mögliche Einfuhrabgaben gehören in eine Rechnung. „VAT included“ sollte an der Kasse bestätigt werden. Bei Versand aus einem Nicht-EU-Lager kann trotz EU-Webseite Einfuhrumsatzsteuer oder eine Zustellgebühr entstehen.
Die Widerrufsfrist, Rücksendekosten und die konkrete Retourenadresse sollten vorliegen, nicht nur ein allgemeiner Hinweis auf „einfache Rückgabe“. Eine Rücksendeadresse außerhalb der EU kann ein günstiges Set wirtschaftlich praktisch nicht retournierbar machen.
Bei technischen Artikeln zudem Artikelnummer, Switch-Typ und Stückzahl im Screenshot der Bestellung sichern; Angebote können nachträglich geändert werden.
Ein Versand durch Amazon, eBay oder einen ähnlichen Dienst bedeutet nicht automatisch, dass auch der Widerruf unkompliziert abgewickelt wird. Entscheidend sind die zum Kaufzeitpunkt ausgewiesenen Rückgabebedingungen des konkreten Angebots.
Besonders sorgfältig zu prüfen sind:
Verkäufername und Standort auf der Angebotsseite Versandland beziehungsweise Lagerstandort Rückgabefrist und Kosten der Retoure Abweichungen zwischen Produktseite, Warenkorb und CheckoutViele positive Bewertungen können pünktliche Lieferung belegen, sagen aber wenig über Gewährleistungsfälle, Fehlbestellungen oder eine Rücksendung in ein Drittland aus.
Schalter nach Gefühl wählen
Linear
Gleichmäßiger Hub ohne Auslösepunkt.
Taktil
Spürbare Schwelle signalisiert die Auslösung.
Klickend
Taktiler Widerstand mit hörbarem Klick.
Farbe
Herstellerintern: Federkraft, Hub und Pins prüfen.
Schalter sicher aus Hot-Swap lösen
MechTech Keyboards zeigt das sichere Entfernen aus Hot-Swap-Sockeln – wichtig beim Kauf einer mechanischen Tastatur.
Passt der Switch wirklich ins Board?
Ein MX-kompatibler Stem sagt nur, dass viele MX-Keycaps auf den Kreuzschaft passen. Ob der Switch in die Tastatur gehört, entscheidet vor allem das PCB samt Aufnahme. Vor dem Kauf sollten Produktfoto, Board-Handbuch oder die Beschriftung auf der Platine abgeglichen werden.
Pins, Sockel und Ausrichtung
Bei Hot-Swap-Boards muss der Switch zum Sockel passen. Üblich sind 3-Pin-Switches mit zwei Metallkontakten und 5-Pin-Switches mit zwei zusätzlichen Kunststoffführungen. Ein 5-Pin-Switch lässt sich bei vielen 3-Pin-PCBs nur nach dem sauberen Kürzen der Führungsstifte einsetzen; ohne diese Anpassung liegt er nicht plan auf. Bei verlöteten PCBs gilt dieselbe Pinlogik, allerdings sind Umbauten deutlich aufwendiger.
Ebenso wichtig ist die LED-Ausrichtung. North-facing-PCBs können mit bestimmten Cherry-Profil-Keycaps im oberen Bereich des Hubs kollidieren; south-facing-Aufnahmen entschärfen dieses Problem meist. Bei RGB sollten außerdem ein lichtdurchlässiges Gehäuse und die Position der LED-Öffnung zum Board passen.
Bauform nicht übersehen
Nicht jeder „Switch“ ist ein Tastaturschalter: Clicker für Fidget- oder 3D-Druck-Projekte besitzen häufig andere Abmessungen, Befestigungen oder elektrische Eigenschaften. Für Keyboard-PCBs sind die CHERRY-MX2A-Modelle und typische MX-artige Ersatzschalter vorgesehen; Spezial-Clicker gehören nur dann ins Projekt, wenn dessen Konstruktion genau dafür ausgelegt ist.
Kurzcheck vor dem Warenkorb:
- PCB: Hot-Swap oder Löten, 3- oder 5-Pin?
- Sockel: mechanisch MX-kompatibel und für den Switch-Typ freigegeben?
- LEDs und Keycaps: Ausrichtung, Profil und mögliche Kollisionen geprüft?
- Gehäuseplatte: Öffnung und Positionierung des Switches passend?
-
Lieferland im eingeloggten Checkout setzen
Erst die vollständige Lieferadresse auswählt den maßgeblichen Versandweg. Shop-Startseiten und Produktseiten zeigen häufig Preise, Verfügbarkeit oder Lieferzeiten, die für ein anderes EU-Land gelten.
-
Endpreis einschließlich Steuer kontrollieren
Entscheidend ist der Betrag unmittelbar vor dem Kaufabschluss: Artikelpreis, Mehrwertsteuer, Versand, Zahlungsgebühren und gegebenenfalls Einfuhrabgaben müssen einzeln oder klar im Gesamtpreis erscheinen. Ein als „inklusive Steuern“ beworbener Preis ersetzt diese Prüfung nicht.
-
Lagerort und Versandursprung unterscheiden
„Versand in die EU“ bedeutet nicht zwingend Versand aus der EU. Bei Drittlandsware können Verzollung, Einfuhrumsatzsteuer, Zustellergebühren und längere Laufzeiten anfallen; ein EU-Lager sollte ausdrücklich für die gewählte Variante bestätigt sein.
-
Verfügbarkeit der konkreten Variante prüfen
Switch-Typ, Stückzahl und Pin-Version können getrennte Lagerbestände haben. Nur ein tatsächlich reservierbarer Bestand im Checkout ist belastbar; Hinweise wie „auf Lager beim Lieferanten“ sind kein unmittelbares Lieferverprechen.
-
Rücksendung rechnerisch bewerten
Vor dem Bezahlen sollten Rücksendeadresse, Frist, Kostenübernahme und Ausschlüsse für geöffnete Packs geprüft werden. Eine günstige Großpackung verliert ihren Vorteil schnell, wenn die Retoure in ein Drittland auf eigene Kosten erfolgt.
Bestellbestätigung, Endpreis und ausgewählten Versandweg sollten gespeichert werden; sie erleichtern spätere Reklamationen.
CHERRY MX2A Brown: kontrolliertes Feedback für lange Schreibphasen
Beste Wahl für langlebiges, leises taktiles Tippen
Der MX2A Brown ist ein klassischer taktiler MX-Schalter für Tastaturen, die überwiegend zum Schreiben, für Büroarbeit und gemischte Alltagsnutzung dienen. Der Druckpunkt liegt bei 55 cN, der Vorweg bei 2,0 mm; ein Klickmechanismus fehlt. Damit entsteht beim Auslösen eine fühlbare Orientierung, ohne dass jede Eingabe akustisch betont wird.
Die MX2A-Generation kombiniert vergoldete Kreuzpunktkontakte mit werkseitiger Schmierung und einer überarbeiteten Feder. Das zielt auf einen gleichmäßigeren Lauf und eine haltbare Schaltcharakteristik. Das angebotene Kit umfasst 36 Schalter – ausreichend für Teilumbauten oder kompakte Layouts, für viele Full-Size-Boards jedoch nicht.
- Deutlich fühlbarer, aber nicht klickender Druckpunkt
- 55 cN eignet sich für kontrollierte Texteingabe
- MX2A-Schmierung verbessert Lauf und Klang
- Auf mehr als 100 Millionen Betätigungen ausgelegt
- Taktilität kann beim schnellen Spielen stören
- 36 Stück reichen selten für große Layouts
- Pin-Variante muss zum Hot-Swap-Sockel passen
- Rückgabe und Versand hängen vom jeweiligen Angebot ab
Kurzurteil Eine bewährte Wahl, wenn ein zurückhaltender Druckpunkt beim Tippen erwünscht ist. Vor dem Kauf zählen weniger der Name „Brown“ als Stückzahl, PCB-Pins und die Konditionen des konkreten Händlers.
9,2/10. Der MX2A Brown verbindet den bekannten taktilen Charakter mit den technischen Verbesserungen der aktuellen CHERRY-Generation und bleibt damit eine sehr sichere Option für Vieltipper. Das Feedback ist bewusst subtil: Es hilft bei der Orientierung, ersetzt aber keinen klar ausgeprägten taktilen Buckel. Vor der Bestellung sollten die benötigte Menge, 3- oder 5-Pin-Kompatibilität sowie Versand- und Rückgaberegeln des ausgewählten Angebots feststehen.
CHERRY MX2A Blue für deutliches Klick-Feedback
Für Fans von klassischem, akustischem Tastaturfeedback
Der MX2A Blue richtet sich an Tastaturen, bei denen jeder Anschlag spürbar und hörbar quittiert werden soll. Der Druckpunkt bei 60 cN und der Klickmechanismus geben Schreibenden einen klaren Rhythmus; das 36er-Kit passt vor allem zu kleineren Boards, Teilumbauten oder als Ergänzung zu einem vorhandenen Satz.
Die überarbeitete MX2A-Ausführung kombiniert die klassische Blue-Charakteristik mit werksseitiger Schmierung und einem neuen Federdesign. Vor der Bestellung müssen dennoch Serie, benötigte Stückzahl und die elektrische wie mechanische Kompatibilität des Hot-Swap-Boards abgeglichen werden.
- Ausgeprägter taktiler Druckpunkt mit hörbarem Klick
- 60 cN Betätigungskraft verhindert sehr leichte Fehlauslösungen
- MX2A-Überarbeitung mit Schmierung und neuer Feder
- Gold-Crosspoint-Kontakte für langfristig konstantes Schalten
- Klickgeräusch ist in Büros und geteilten Räumen deutlich hörbar
- 36 Schalter reichen nicht für viele Vollformat-Boards
- Charakteristik eignet sich weniger für unauffälliges Spielen oder Tippen
Kurz eingeordnet Ein klassischer Clicky-Switch mit klarer Rückmeldung statt neutralem Allround-Feeling. Seine Stärke ist der charaktervolle Anschlag – und genau dieser kann im falschen Umfeld stören.
Wer den bewusst lauten, taktilen Blue-Anschlag sucht, erhält hier eine überzeugende moderne Ausführung des Klassikers. Der 2,2-mm-Vorweg und 4,0-mm-Gesamtweg sorgen für vertraute MX-Geometrie, während die MX2A-Revision den Lauf verfeinern soll. Für geräuschempfindliche Umgebungen ist der Switch jedoch keine Kompromisslösung; dort bleibt ein taktiler, nicht klickender Schalter die vernünftigere Wahl.
CHERRY MX2A Experience Box für die erste fundierte Vorauswahl
Zehn Varianten für den direkten persönlichen Vergleich
Die Box bündelt zehn einzelne CHERRY-Schalter, darunter lineare, taktile und klickende Varianten wie MX2A Red, Brown, Blue, Silent Red und Speed Silver. Damit lässt sich vor einer Großpackung vor allem klären, ob ein gleichmäßiger Hub, ein spürbarer Widerstandspunkt oder ein hörbarer Klick zur bevorzugten Eingabe passt.
Als Vergleichswerkzeug ist sie sinnvoller als die Wahl nach Farbnamen: Auch innerhalb einer Bauform unterscheiden sich Betätigungskraft, Rückmeldung und Auslösecharakter deutlich. Das Ergebnis bleibt jedoch eine Vorauswahl, nicht die Simulation einer fertig aufgebauten Tastatur.
- Zehn unterschiedliche CHERRY-Charaktere in einer Box
- Lineare, taktile und klickende Optionen direkt gegenüberstellbar
- Kleine Ausgabe vor dem Kauf eines vollständigen Satzes
- Auch leisere und schnell auslösende Varianten enthalten
- Je Variante nur ein einzelner Schalter
- Kein verlässlicher Eindruck von Klang und Tippgefühl im eigenen Board
- Keine Prüfung von Sockel-, Pin- oder LED-Kompatibilität
- Ersetzt keinen längeren Alltagstest
Wer noch zwischen linear, taktil und klickend schwankt, erhält hier einen schnellen, nachvollziehbaren Vergleich bekannter CHERRY-Varianten. Der Druck mit einem losen Sample bildet aber weder Resonanz, Dämpfung noch Stabilität eines konkreten Keyboards ab. Nach der Vorauswahl sollte daher ein kleiner Satz im eigenen Hot-Swap-Board folgen, bevor ein komplettes Set bestellt wird.
Großes Set mit staub- und wassergeschütztem Gehäuse
Dieses 72er-Set richtet sich an DIY-Projekte mit knappem Budget, bei denen ein klickender 3-Pin-Switch für ein kompaktes MX-kompatibles Hot-Swap-Board gesucht wird. Die Menge kann für viele 60- oder 65%-Layouts reichen; für TKL-, 96%- und Full-Size-Tastaturen ist sie jedoch meist zu klein.
Als günstige Markenalternative sollte das Set nicht pauschal gelten: Angaben zu Auslösekraft, Vorlauf, Gesamtweg, Lebensdauer und Fertigungstoleranzen fehlen. Vor dem Einbau muss insbesondere geprüft werden, ob die Platine 3-Pin-Schalter akzeptiert und ob der Klangcharakter zum Einsatzort passt.
- 72 Schalter für kompakte Builds
- 3-Pin-Bauform für passende Hot-Swap-PCBs
- Klickendes, deutliches Auslösefeedback
- Transparentes Gehäuse unterstützt RGB-Beleuchtung
- Niedrige Einstiegskosten pro Schalter
- Keine belastbaren Daten zu Kraft, Hub oder Lebensdauer
- 3 Pins passen nicht zwangsläufig in jede PCB-Konfiguration
- 72 Stück reichen nicht für große Layouts
- Qualitätsstreuung und Schmierung vorab kaum einschätzbar
Günstiges Komplettpaket mit Abzieher und Reinigungsbürste
50 blaue Clicky-Switches als Reparatur- und Einstiegsset
Dieses Set richtet sich an kleinere Hot-Swap-Projekte: etwa den Austausch verschlissener Tasten, die Umrüstung eines kompakten Boards oder den ersten Versuch mit hörbar klickendem, spürbarem Auslösepunkt. Die 50 Schalter reichen typischerweise nicht für ein Full-Size-Board und lassen nur wenig Reserve für spätere Defekte oder Fehlabstimmungen.
Abzieher und Reinigungsbürste machen das Paket für einfache Wechselarbeiten zugänglicher. Vor dem Kauf bleiben jedoch Pinzahl, Sockeltyp, LED-Freiraum und Layout des eigenen Keyboards zu prüfen. Bei fest verlöteten Switches gehört weiterhin Lötwerkzeug dazu; das beiliegende Zubehör ist kein Ersatz dafür.
- 50 Switches plus Abzieher und Bürste
- Günstiger Einstieg für Hot-Swap-Reparaturen
- Klickendes, taktiles Tippgefühl
- Transparentes Gehäuse für Beleuchtung
- Nicht ausreichend für Full-Size-Boards
- Kaum Reserve für Ersatzschalter
- Kompatibilität nicht garantiert
- Klickgeräusch für ruhige Umgebungen ungeeignet
Besonders geeignet für fühlbares und hörbares Feedback
Dieses 50er-Set sind mechanische Tastaturschalter mit MX-artigem 3-Pin-Fuß – keine eigenständigen Mikroschalter für Netzspannung oder universelle Auslösemechaniken. Sein eigentlicher Einsatz liegt in 3D-gedruckten Fidget-Clickern: Der Tastendruck bewegt den Stößel, erzeugt einen taktilen Widerstandspunkt und ein hörbares Klickgeräusch. Zehn Schlüsselanhänger-Bauteile sowie Abzieher und Bürste passen zu kleinen Bastelserien und Prototypen.
Für eine gedruckte Halterung zählen nicht allein „3 Pin“ und der Schaft: Ausschnitt, Rastnasen, Platinenpins, freie Tiefe unter dem Schalter und der Weg der gedrückten Taste müssen am Datenblatt oder am tatsächlich gelieferten Exemplar geprüft werden. Der Hersteller nennt bis zu 30 Millionen Betätigungen; belastbare Maßzeichnungen fehlen jedoch in den vorliegenden Angaben.
- 50 Stück für Kleinserien
- Deutliches Klick- und Tastgefühl
- Zubehör für Fidget-Anhänger
- Herstellerangabe: 30 Mio. Betätigungen
- Keine belastbare Maßzeichnung
- Elektrische Angaben widersprüchlich
- Für Netzspannung ungeeignet
Ein Tastaturswitch ist vor allem ein mechanisches Eingabeelement. Für einen Fidget-Clicker ist der elektrische Anschluss meist irrelevant; entscheidend sind Gehäusemaße, Einrastung und die Überdeckung der 3D-gedruckten Taste zum Stößel.
Die Angebotsdaten nennen zugleich 12 V, 5 A, „normally closed“, drei Positionen und 3-Pin-Bauform. Das passt nicht eindeutig zu einem üblichen MX-Keyboard-Switch. Für eine tatsächlich schaltende Auslösemechanik daher vor dem Entwurf zwingend prüfen:
Pinbelegung und Kontaktlogik mit Multimeter, realen Schaltweg und Rückstellpunkt, zulässige Last laut Herstellerdatenblatt, Befestigung mit einem Testdruck statt direkt mit 50 Gehäusen.Bei induktiven Lasten, Motoren oder sicherheitsrelevanten Auslösern gehört ein dafür spezifizierter Taster beziehungsweise Mikroschalter in die Konstruktion.
Großpackung mit transparentem, LED-freundlichem Gehäuse
Dieses Set richtet sich weniger an die gezielte Abstimmung einer hochwertigen Tastatur als an Projekte, bei denen viele gleichartige Schalter benötigt werden: Ersatzteilboxen, wiederkehrende Reparaturen oder 3D-gedruckte Clicker. Die transparente Bauform kann bei beleuchteten Aufbauten hilfreich sein; der schwarze Farbname sagt jedoch nichts über Auslösecharakter, Federkraft oder Klang aus.
Entscheidend ist die Einbauprüfung: Angeboten werden 3-Pin-Schalter mit Lötanschluss. Damit sind sie nicht automatisch für jedes Hot-Swap-PCB, jede Plattenmontage oder jede Clicker-Mechanik geeignet. Vor einer 72er-Bestellung sollten Rastermaß, Pin-Geometrie, Gesamthöhe und die tatsächlich benötigte Stückzahl anhand eines Musterplatzes abgeglichen werden. Zu rund 15 US-Dollar ist das Paket vor allem dann plausibel, wenn Restmengen als Reserve tatsächlich Verwendung finden.
- 72 Stück schaffen Reserve für Reparaturen und Serienprojekte.
- 3-Pin-Ausführung passt grundsätzlich zu entsprechenden DIY-Aufbauten.
- Transparentes Gehäuse unterstützt LED-beleuchtete Designs.
- Keine belastbaren Angaben zu Betätigungskraft, Hub oder Kontaktlebensdauer.
- Lötanschluss und 3 Pins begrenzen die Kompatibilität.
- Großpackung kann bei Einzelreparaturen unnötige Restbestände erzeugen.
- Zehner-Set begrenzt Fehlkäufe
- 3-Pin-Bauform für passende Hot-Swap-Boards
- Transparentes Gehäuse unterstützt RGB-Beleuchtung
- Clicky-Charakter mit angegebenem 4-mm-Gesamthub
- Blaue Farbe ist kein Kompatibilitätsnachweis
- Nur drei Pins; 5-Pin-Aufnahmen sind nicht automatisch passend
- Pins können laut Anbieter beim Transport verbogen sein
- Klickgeräusch ungeeignet für ruhige Umgebungen
Die treffsichersten Picks für typische EU-Käufe
- Für ein 75%-Layout werden meist mehr als 72 Schalter benötigt; Stabilisatoren und eine Reserve gehören nicht in dieselbe Rechnung.
- Bei nicht eindeutig dokumentiertem Rücksendeweg ist ein kleiner Testkauf oft günstiger als eine problematische Großbestellung.
Für eine Tastatur, die überwiegend zum Schreiben genutzt wird, sind die CHERRY MX2A Brown die belastbarste Wahl: Ihr taktiler Widerstand gibt Orientierung, ohne das laute Klickgeräusch der Blue-Variante. Wer genau dieses akustische Auslösen sucht und in keiner geräuschempfindlichen Umgebung arbeitet, erhält mit den CHERRY MX2A Blue den überzeugenderen Klickschalter.
Vor einem vollständigen Umbau reduziert die CHERRY MX2A Experience Box Fehlkäufe am zuverlässigsten. Für klar dokumentierte 3-Pin-DIY-Projekte bieten die 72er-Sets den sinnvolleren Vorrat als 50er-Packungen; gerechnet wird jedoch immer mit der tatsächlichen Tastenanzahl, Ausschuss und mindestens einigen Ersatzschaltern. Die kleinen 50er- und Zehner-Sets bleiben passende Lösungen für Reparaturen, Fidget-Mechaniken oder einzelne Testaufbauten – nicht für eine unbesehen geplante Vollbestückung.
Die Bestellung lässt sich auf vier Prüfungen verdichten:
Einsatz festlegen: Schreibboard, klickende Tastatur, Reparatur oder 3D-Mechanik verlangen unterschiedliche Schalter. Einbau abgleichen: Pinzahl, Sockel, LED-Freiraum und benötigte Stückzahl anhand des konkreten Boards prüfen. EU-Konditionen sichern: Endpreis, Lieferursprung, Lieferzeit und Rücksendeadresse vor dem Bezahlen festhalten. Risiko begrenzen: Bei unbekanntem Händler, unklaren Daten oder neuem Schaltergefühl zunächst Tester oder Kleinmenge bestellen.Ein günstiger Packpreis ist nur dann ein Vorteil, wenn die Ware tatsächlich passt, vollständig lieferbar ist und sich bei Abweichungen wirtschaftlich zurückgeben lässt.


Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.