Auf rauer Wand projizieren: Praktische Tipps für Mini‑Beamer ohne Leinwand

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Auf rauer Wand projizieren: Praktische Tipps für Mini‑Beamer ohne Leinwand
Ausgangslage

Großes Bild ohne Leinwand verlangt Akzeptanz für Kompromisse — oder konkrete Maßnahmen.

Kann eine rauhe Wohnzimmerwand ein befriedigendes Bild liefern? In kleinen Räumen mit 2–4 Metern Projektor‑Abstand ist das Ziel oft eine große Bilddiagonale ohne Zusatz-Leinwand. Dabei prallen mehrere Probleme zusammen: Struktur der Wand streut Licht und reduziert Schärfe, Farbe verschiebt Weißwerte und Kontrast, Umgebungslicht wäscht das Bild aus, und die begrenzte Helligkeit von Mini‑Beamern verschärft den Effekt. Dazu kommen Fokus‑ und Geometrieprobleme (Keystone, Lens‑Shift), die bei unebener Fläche schnell sichtbar werden.

Realistisch ist eine Wandprojektion vor allem für abgedunkelte Räume, Filmgucker bei gedämpftem Licht oder informelle Nutzung (Streams, Spiele). Für hochanspruchsvolle Heimkino‑Qualität bleiben Leinwand oder Wandvorbereitung (Glätten, matte Neuanstrich) die verlässlichere Lösung.

Schnelltipps
  • Helligkeit: Dunkler Raum → 800–1.200 ANSI‑Lumen ausreichend; bei Tageslicht sind 2.000+ Lumen nötig.
  • Wand: Glatte, matte Neutralfarbe verbessert Kontrast deutlich; grobe Struktur sichtbar verschlechternd.
  • Optik: In kleinen Räumen Throw‑Ratio ~0,5–1,2:1 wählen; physische Ausrichtung/Lens‑Shift besser als digitale Keystone.
Entscheidungshilfe

Welche Nutzungsfälle taugen für die Wand — und wann braucht es eine Leinwand

Präzise Regeln statt Bauchgefühl

Einfache Entscheidungsregel

Für jede Kombination aus Inhaltstyp und Raumhelligkeit gilt: Je feiner die Details oder je heller das Umgebungslicht, desto eher ist eine Leinwand nötig.

  • Film / Serien: In einem abgedunkelten Raum (<50 lux) sind 400–800 ANSI‑Lumen auf einer glatten, hellen Wand oft ausreichend. Bei strukturierter Wand oder Restlicht empfiehlt sich ≥800 Lumen oder eine Leinwand.
  • Casual (Streaming, Fotos): Niedrigere Ansprüche; 200–400 Lumen genügen in dunkler Umgebung. Unebenheiten fallen hier weniger auf.
  • Gaming: Sichtbarkeit und niedrige Latenz sind entscheidend. Mindestens 500 Lumen plus ein schneller DLP/LED‑Projektor; bei kompetitivem Spielen ist eine Leinwand vorzuziehen, weil Wandstruktur Detailverlust und Input‑Feedback verschlechtert.
  • Präsentation / Text & Diagramme: Höchste Anforderungen an Schärfe und Kontrast. Bei moderatem oder starkem Umgebungslicht (>100 lux) ist immer eine Leinwand empfehlenswert; nur bei sehr dunklem Raum und glatter Wand funktionieren Projektionen zufriedenstellend.

Kurze Checkliste

  • Raumhelligkeit <50 lux + grobe Inhalte → Wand ok.
  • Feine Text-/Grafikdarstellung oder helles Zimmer → Leinwand.
  • Unsicherheit: lieber Leinwand wählen.
Oberfläche vorbereiten

Priorisierte Schritt‑für‑Schritt‑Checkliste

  • 1. Sichtprüfung und Priorität setzen

    Locker sitzende Farbe, Risse, Schmutznester und starke Farbabweichungen identifizieren; kleine Unebenheiten priorisieren, große Schäden verschieben oder Fachbetrieb einplanen.

  • 2. Gründliche, schonende Reinigung

    Staub mit weichem Besen oder Staubsauger entfernen, Fettflecken mit mildem Spülmittel oder Isopropylalkohol punktuell lösen; keine Sättigung der Wand vermeiden.

  • 3. Kleine Reparaturen und Glättung

    Risse und Löcher mit Feinspachtel füllen, nach Trocknen leicht abschleifen (feines Schleifpapier); größere Unebenheiten mit Füllspachtel ausgleichen.

  • 4. Farbauswahl und Finish

    Mattweiße oder hellgraue, diffuse Farben verwenden (keine glänzenden Anstriche). Projektionsfarbe erhöht Kontrast, hellgrau empfiehlt sich bei hoher Projektorhelligkeit.

  • 5. Schnelle DIY‑Alternativen

    Abnehmbares Projektionsvlies, straff gespannte weiße Leinwandfolie oder schwarz hinterlegte Stoffbahnen sind sofort einsetzbar; liefern oft gleichmäßigere Oberfläche, aber weniger Integration ins Raumdesign.

Kurzcheck
Hoher Nutzen, geringe Investition

Kurz prüfen und handeln. Kleine Maßnahmen bringen den größten Qualitätsgewinn:

Reinigen und Mattieren sind meist effektiver als teure Projektionsfarben. Bei sichtbaren Flecken zuerst punktuell ausbessern; großflächiges Überstreichen erst nach Testprojektion. Für temporäre Nutzung reicht oft ein straffes, weißes Tuch.
Positionierung

Praktische Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung zur Positionierung und Befestigung

  1. 1. Bildgröße und Throw‑Ratio berechnen

    Gewünschte Bildbreite festlegen und mit der Throw‑Ratio multiplizieren: Abstand = Throw‑Ratio × Bildbreite. Vor dem Bohren Messung mit Testbild und Markierung vornehmen.

  2. 2. Linse zentrieren — Höhe und Neigung

    Die optische Achse des Projektors sollte möglichst auf die Bildmitte zielen, um Keystoning zu vermeiden. Bei Montage über Kopf Lens‑Shift nutzen statt starker Neigung.

  3. 3. Abstand feinjustieren und ausrichten

    Projektor provisorisch montieren, Testgitter projizieren und iterative Positionierung durchführen: Abstand, Fokus, horizontale Ausrichtung in kleinen Schritten anpassen.

  4. 4. Stativ vs. Deckenmontage entscheiden

    Deckenmontage bietet beste Stabilität und reproduzierbare Geometrie; feste Halter mit Arretierschrauben und Sicherheitsseil verwenden. Stativ ist flexibel — auf stabile Kopf‑/Gewichtsverlagerung achten.

  5. 5. Wärme‑ und Kabelmanagement

    Belüftungsöffnungen freihalten (empfohlen ≈10 cm), Abstand zu brennbaren Materialien einhalten. Kabel mit Zugentlastung und Clips führen; Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz verwenden.

Achtung
Belüftung und Sicherheit

Überhitzung und Sturz verhindern.

Mindestens 10 cm Freiraum um Ansaug‑ und Abluftöffnungen lassen. Keine Einbaulösung ohne aktive Belüftung verwenden. Montage immer mit Sicherheitsseil und geeigneten Dübeln ausführen. Kabeldurchführungen mit Zugentlastung sichern; Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz nutzen.
Praxis‑Tipp

Optische Justage priorisieren

Mechanisch zuerst, digital sparsam

Mechanisch zuerst: Position, Lens‑Shift, Zoom und Fokus so einstellen, dass die Bildmitte scharf ist. Nur gezielt digitale Korrekturen (Keystone) einsetzen; digitale Verzerrung immer zweitens verwenden.

Einfacher Projektor‑Hack

Kurzvideo zeigt einen DIY‑Trick, der Einblicke in einfache optische Prinzipien bietet.

Feinabstimmung

Helligkeit und Menü‑Feinabstimmung

Konkrete Lumenwerte, Bildmodi und Testbilder für raue Wände

Für raue Wände gilt: mehr Licht kompensiert Textur, aber zu viel Helligkeit wäscht Farben aus. Faustwerte (ANSI‑Lumen):

  • Abgedunkelter Raum: 200–500 lm — ausreichend für Filme, wenn Wand dunkel matt gestrichen.
  • Gedämpftes Umgebungslicht: 500–1.000 lm — bessere Sichtbarkeit bei Indirektlicht.
  • Helles Zimmer / Tageslicht: >1.000 lm — Leinwand bleibt die bessere Wahl, Wand nur für grobe Inhalte.

Empfohlene Menüeinstellungen:

  • Bildmodus: „Cinema“/“Film“ oder ein flacher Nutzer‑Modus; „Dynamic“ nur bei sehr heller Umgebung.
  • Gamma: 2.4 für dunkle Räume, 2.2 für Wohnzimmer mit Restlicht.
  • Kontrast: moderat erhöht (+10–20%), aber auf Detailverlust achten; Highlight‑Clipping vermeiden.
  • Schärfe: zurücknehmen (0–20%), um Wandtextur nicht zu betonen.
  • Farbtemperatur: Warm/6500 K für natürliches Hautbild.
  • Rauschunterdrückung/Dynamic Contrast: testweise ein/aus; Rauschfilter minimal, Dynamic Contrast sparsam.

Sinnvolle Testbilder (in Reihenfolge):

  • 10‑Stufen‑Grau (Grauabstufung), Farbtafeln, Full‑Field Weiß, 2% Schwarzfenster, Schärfetest (grid) und Textblöcke.

Bewertung aus normaler Sitzentfernung; Einstellungen iterativ anpassen und Fotos zur Vergleichsmessung nutzen.

Kurztest vor dem Start

Vor jeder Vorführung fünf Minuten mit den Testbildern laufen lassen. Kleine Anpassungen an Gamma und Schärfe führen oft zu deutlich besserem Bildeindruck auf rauer Oberfläche.

Bildrand optimieren

Scharfe Kanten, sinnvolle Maskierung

Wie Rahmen und Kanten die Bildwirkung verbessern

Scharfe Bildränder verbessern die subjektive Bildqualität deutlich: ein klarer Rand trennt Projektion von Wandstruktur und erhöht den gefühlten Kontrast. Temporäre Masken lenken den Blick auf das Bild und verbergen Rauheiten am Rand.

Einfache Rahmen und Kanten

  • Maßnehmen: Bildbreite und -höhe an der projizierten Stelle exakt messen.
  • Materialwahl: schwarze Foamcore- oder Kartonplatten für das Substrat; Molton oder schwarzes Gaffer für die Kante.
  • Aufbau: Außenrahmen zuschneiden, Innenöffnung 2–5 cm kleiner lassen, Kante nach innen richten. Rückseitig mit Klebeband oder Schraubzwingen fixieren.

Schwarze Mattschnittkanten & Gain‑Paneele

  • Eine 2–5 cm breite, matte schwarze Kante erhöht gefühlten Kontrast mehr als ein leicht glänzender High‑Gain‑Streifen.
  • Gain‑Paneele nur zentral einsetzen, wenn Raumhelligkeit hoch ist; ansonsten vermeiden, da sie Hotspots und Blickwinkelprobleme erzeugen.

Praktisch: Auf ebenen Platten aufbringen, kanten sauber verkleben und vor jeder Vorführung kurz prüfen, dass die Maske plan liegt.

Schneller Bauhinweis

Für temporäre Masken Foamcore in 3 Teilen (oben/unten/Seiten) zuschneiden, Innenöffnung 4 cm kleiner machen, Kanten mit schwarzem Gaffer abkleben — ergibt stehende, wiederverwendbare Maske.

Feinabstimmung

Farb‑ und Kontrast‑Feinabstimmung auf rauer Wand

Welche Anpassungen wirklich helfen — und wo die Wand stoppt

Schnelle, wirksame Einstellungen

Bei rauer Wand zuerst in einen neutralen Bildmodus wechseln (Cinema/Film/User). Empfohlene Startwerte: Weißpunkt 6500 K, Gamma 2.2–2.4 (besser Durchzeichnung in dunklen Bereichen), Kontrast so hoch wie möglich ohne Ausbrennen, Schärfe gering bis mittel. Sättigung leicht reduzieren (−5 bis −15), um Farbüberschwang durch Farbton der Wand zu kompensieren.

Wenn der Projektor RGB‑Gain/Offset bietet, die Graustufen mit einem Graustufen‑Testbild neutralisieren: kleine Korrekturen pro Kanal reichen oft aus. Für präzise Ergebnisse 3D‑LUT oder Farbkalibrierung mit Colorimeter einsetzen; Presets genügen für Filme oder Präsentationen, nicht für Farbtreue.

Physikalische Grenzen der Wandfarbe

Struktur streut Licht und verringert Mikrokontrast; farbige oder glänzende Anstriche verschieben Tonwerte permanent. Solche Fehler lassen sich digital nur begrenzt ausgleichen — dauerhafte Lösung: neutralgraue Leinwandtemperatur oder geschliffene, matte Grundierung. Maskierung dunkler Kanten und lokale Gain‑Steuerung verbessern den Bildeindruck ohne Wandtausch.

Kurzfragen

Schnelle Q&A zu typischen Problemen und Lösungen

Bild ist unscharf — was zuerst prüfen?

Objektivreinigung, korrekte Fokuseinstellung und richtige Projektor‑Abstand prüfen; mechanische Ausrichtung vor digitalen Korrekturen durchführen. Wenn die Wandstruktur die Schärfe diffus macht, hilft nur eine glatte Leinwand.

Helligkeit schwankt oder das Bild wirkt zu dunkel

Energiespar‑/Eco‑Modus deaktivieren, Lampenstatus und Kühlung kontrollieren; HDMI‑Quellen und Kabel auf Signalverlust prüfen. In den meisten Fällen genügt keine Leinwand — höhere Lumen oder Raumabdunkelung sind wirksamer.

Kontrast und Schwarzwert sind schlecht

Schwarze Maskierung um das Bild anbringen, dynamische Iris/Contrast‑Einstellungen feinjustieren und matte dunkle Wandfarbe einsetzen. Eine physische Leinwand verbessert oft sichtbar, ist aber nicht immer zwingend.

Keystone oder geometrische Verzerrung sichtbar

Projektor mechanisch neu positionieren, Lens‑Shift und optische Korrektur nutzen; digitale Keystone nur minimal einsetzen. Eine Leinwand behebt Verzerrungen nicht — korrekte Montage ist entscheidend.

Farbstich auf der Wand, Farben wirken falsch

Weißabgleich und Farbraum im Menü kalibrieren; Wandfarbe mit neutralem Testbild prüfen. Wenn die Wandtonung Ursache ist, löst eine neutrale Leinwand das Problem zuverlässig; weitere Details siehe Verschwommenes Bild vermeiden und korrigieren.

Kaufcheckliste

Kompakte, gewichtete Kaufcheckliste für Mini‑Beamer

  1. Helligkeit (Lumen und Wahrnehmung)
    Nominales ANSI‑Lumen mit realer Wirkung auf rauer, nicht‑reflektierender Wand vergleichen; 800–1.200 ANSI oft ausreichend in abgedunkelten Räumen. Beachten, dass Lampenmodus, Farbtemperatur und Gain der Wand die effektive Helligkeit stark verändern.
    Achten auf
    höhere ANSI‑Lumen + guter Bildmodus
    Vermeiden
    nur Marketing‑Lumen ohne ANSI‑Angabe
  2. Optik & Projektionsabstand (Throw, Fokus, Lens‑Shift)
    Throw‑Ratio entscheidet, wie groß das Bild bei gegebener Entfernung wird; Fokus/Warp mechanisch fein einstellbar, Lens‑Shift erlaubt zentrierte Bilder ohne Verzerrung — wichtig bei Deckenmontage.
    Achten auf
    kurze Throw‑Ratio + mechanischen Lens‑Shift
    Vermeiden
    nur digitaler Zoom/Fokus
  3. Bildqualität (Auflösung & Kontrast)
    Native Auflösung (min. 1080p für feine Details) und hohes ANSI‑Kontrastverhältnis verbessern Schärfe und Plastizität auf strukturierten Flächen; lokale Helligkeitsunterschiede bleiben limitiert.
    Achten auf
    nativ 1080p oder besser, hohes Kontrastverhältnis
    Vermeiden
    nur interpolierte Auflösung oder niedriger Kontrast
  4. Praxis: Anschlüsse, Lautstärke, Akku
    HDMI/USB‑C für Videoquelle, Bluetooth für Audio; Lüfterlautstärke unter 30 dB empfohlen; Akkulaufzeit relevant bei mobilen Einsätzen.
    Achten auf
    HDMI/USB‑C, <30 dB, >=90 Minuten Akku
    Vermeiden
    nur proprietäre Anschlüsse, lauter Lüfter
Gewichtung

Wie die Kriterien gewichtet wurden

Priorität folgt wahrgenommener Bildqualität auf rauer Wand: Helligkeit und Optik zuerst, Auflösung und Kontrast zweitens, Bedienkomfort drittens. Messbare Werte (ANSI, Throw‑Ratio, native Auflösung, dB) wurden höher bewertet als Marketingangaben.

  • Praxisrelevanz

    Bewertung basiert auf realen Testsituationen: abgedunkelte Wohnräume, mobile Nutzung und Deckenmontage.

  • Messbare Kennzahlen

    ANSI‑Lumen, native Auflösung, Throw‑Ratio und dB‑Angaben erhalten höhere Gewichtung als Herstellerangaben ohne Standard.

Sofort-Checkliste

Schneller Praxis‑Check

  • Raum abdunkeln

    Direkte Lichtquellen abschirmen, Fenster mit Vorhang oder Folie verdunkeln und Raumbeleuchtung dimmen, bevor Tests gestartet werden.

  • Wand prüfen und reinigen

    Staub entfernen, lose Partikel abbürsten; tiefe Unebenheiten leicht verspachteln oder mit mattschwarzer Maskierung kaschieren.

  • Projektor ausrichten und Testbild nutzen

    Throw‑Ratio kontrollieren, Gerät zentrieren und Schärfe mit Testbild einstellen; Keystone nur minimal verwenden.

  • Kanten maskieren

    Schwarze Ränder (Gaffa‑Tape) am Bildrand anbringen, um wahrgenommenen Kontrast zu erhöhen und unruhige Wandoberfläche zu verbergen.

  • Kurztest und Bewertung

    Verschiedene Testvideos in Zielumgebung ansehen; bleiben Kontrast, Detailzeichnung oder Farbtreue ungenügend, Leinwand erwägen.

Entscheidungspunkt

Wann in Leinwand investieren?

  • Leinwand lohnt bei häufigem Einsatz in hellen Räumen, bei feinen Details oder professionellen Präsentationen.
  • Für gelegentliche Filmabende in stark abgedunkelter Umgebung genügt oft eine gut vorbereitete Wand.
  • Temporäre Leinwände oder hochwertige Projektionsfarbe sind kosteneffiziente Zwischenlösungen.

Der praktische Entscheidungspunkt: Wenn trotz Reinigung, Maskierung, optimaler Positionierung und Menü‑Feinabstimmung Kontrast, Detail oder Farbwiedergabe nicht ausreichen, in eine Leinwand investieren. Empfehlenswert sind matte, gespannte Tuchleinwände (Tab‑Tension) oder hochwertige Projektionsfarbe statt glänzender Kompromisse.

18 Kommentare zu „Auf rauer Wand projizieren: Praktische Tipps für Mini‑Beamer ohne Leinwand“

  1. Avatar von Kerstin
    Kerstin

    Langer Kommentar: Ich bin etwas skeptisch gegenüber der Aussage, dass rauhe Wände für informelle Nutzung immer ok sind. Bei mir sind Farben so stark verfälscht, dass Serien schauen keinen Spaß macht.

    Ich hab hart ausprobiert: erst Wand gereinigt, dann matte helle Farbe (kein reines Weiß), schwarze Kanten, Gamma angepasst. Besser, aber nicht gut genug. Letztlich hab ich eine günstige Spannleinwand gekauft — das war die beste Investition.

    Also: Artikel ist super praxisnah, aber bitte Leser nicht zu sehr ermutigen, auf Leinwand ganz zu verzichten.

    1. Avatar von Jesper Olsen
      Jesper Olsen

      Danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht — genau das wollen wir zeigen: Für manche reicht Wand, andere brauchen Leinwand. Deine Reihenfolge (Reinigen → Farbe → Maskieren → Einstellungen) ist ideal, und wenn das nicht reicht, ist die Leinwand die klare nächste Stufe.

    2. Avatar von Lena
      Lena

      Kann ich nur bestätigen. Hatte ähnliche Probleme mit Farbtreue, nach einer günstigen Leinwand ist das Bild viel homogener. Man spart Zeit und Nerven.

  2. Avatar von bookworm99
    bookworm99

    Ich hab die Checkliste genutzt und erstmal schwarze Pappen als Kante angebracht — macht echt viel her. Die raue Struktur fällt kaum noch auf.

  3. Avatar von Lea M.
    Lea M.

    Kurze Frage: Wie viel Lumen sind denn minimal, wenn der Raum nur halb abgedunkelt ist? Hab einen Mini‑Beamer mit 400 ANSI-Lumen, reicht das für grobe Inhalte?

    1. Avatar von Jesper Olsen
      Jesper Olsen

      Für halb abgedunkelte Räume sind 400 ANSI-Lumen an der unteren Grenze für grobe Inhalte (Filme, Präsentationen ohne feine Details). Wenn du Serien/Filme schaust und mit etwas reduzierter Bildschärfe leben kannst, geht’s. Für bessere Farben/Kontrast würde ich 600+ empfehlen.

  4. Avatar von JennyB
    JennyB

    Problem: Beim Testbild waren die Kanten zwar scharf, aber in der Mitte leicht unscharf — habe alle Schritte der Justage durch, Linse ist zentriert. Irgendwelche Ideen?

    1. Avatar von Jesper Olsen
      Jesper Olsen

      Mögliche Ursachen: 1) Fokusmechanik hängt (leicht nachjustieren und mehrmals durchfahren), 2) Objektiv ist nicht parallel zur Wand (prüfe mit Wasserwaage/Lineal), 3) optische Abbildungsfehler bei günstigen Modellen (verstärkt auf rauer Oberfläche). Wenn möglich Beamer auf anderes Ziel projizieren als Test.

  5. Avatar von Nico
    Nico

    Kaufcheckliste war Gold wert. Hab mir einen Beamer mit 700 Lumen, 1.2 Throw‑Ratio und guter Lüftung gekauft. Ergebnis: In abgedunkeltem Raum top, in leichtem Dämmerlicht noch ok.

  6. Avatar von Jonas
    Jonas

    Warum wird nicht mehr aufs Thema Belüftung eingegangen? Mein Mini‑Beamer wurde nach 2 Stunden extrem heiß, Lüfter drehte auf lautstärke. Hab ihn jetzt höher montiert und mit Abstand zu Schrank, besser, aber wäre ein extra Absatz wert gewesen.

    1. Avatar von Jesper Olsen
      Jesper Olsen

      Guter Punkt — Belüftung ist wichtig. Tipp: mindestens 10–15 cm Luftzirkulation rund um den Beamer, keine geschlossenen Regalfächer, und gelegentlich reinigen (Staubfänger). Bei längeren Sessions auf den Geräuschmodus achten oder externe Lüftungslösung planen.

  7. Avatar von Thomas
    Thomas

    Gute Tipps — besonders das mit dem vorherigen Reinigen und Spachteln. Hatte erst Nebelähnliche Schatten, bis ich die Wand kurz glattgezogen habe. Danach wesentlich besserer Kontrast.

  8. Avatar von David Park
    David Park

    Kleine Diskussion: Ich finde, für Gaming ist die Wand nutzbar, solange Input Lag ok ist und man keine feinen HUD‑Details braucht. Andere sagen, nur Leinwand ist akzeptabel.

    Was meint ihr?

    1. Avatar von Tobias
      Tobias

      Für einfache Indie‑Games geht’s klar, bei schnellen Shootern merkst du die Details und Kontrastprobleme. Ich würd fürs Gaming eher Leinwand empfehlen.

    2. Avatar von Jesper Olsen
      Jesper Olsen

      Für Gaming kommt es auf zwei Dinge an: Helligkeit/Contrast (für Sichtbarkeit) und Auflösung/Schärfe (für HUD/Feinheiten). Auf rauer Wand kann das Bild weich wirken — für Casual‑Gaming ok, für kompetitives Gaming eher Leinwand.

    3. Avatar von Mona
      Mona

      Ich spiele manchmal auf der Wand und nutze Maskierung + niedrigeren Gain — funktioniert überraschend gut, aber ja, keine Profiqualität.

  9. Avatar von Eva
    Eva

    Hat jemand Erfahrung mit temporärer Leinwand (selbstklebendes Material) an Rauputz? Ich will nicht spachteln, nur provisorisch verbessern.

    1. Avatar von Martin
      Martin

      Hab eine selbstklebende Stoffbahn genutzt. Auf glattem Putz super, auf grobem Rauputz hatte sie Luftblasen und Risse. Bei unebenem Untergrund lieber eine gespannte Rahmenleinwand nehmen.

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