February 8, 2008 Matthias Kurz 7Comment

EeePC Unser User HawkAngel hat für euch einen wirklich ausführlichen Testbericht über den Asus EeePC erstellt. Den Test findet ihr unter weiterlesen, Diskussionen und Meinungen zum Testbericht in unserem Forum. Vielen Dank nochmals an HawkAngel.

EEE PC – So mobil wie nie!?

Übersicht:

Was ist der EEE PC?
Technische Spezifikationen (4G)
-Hardware im Überblick
Software und Betriebssystem
Ist das alles?
Wie wird mein EEE zum vollwertigen PC?
-Was habe ich für Zubehör?
Was ist mit Spielen?
Fazit
-Pro
-Kontra

Was ist der EEE PC?

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Der EEE PC ist das neue Glanzstück aus dem Hause ASUS. Entwickelt wurde er in erster Linie für die Leute, die ein mobiles und kleines Notebook (Subnotebook) brauchen, um auch auf dem Weg zur Arbeit noch an ihren Projekten arbeiten wollen und für die, die einfach immer und überall online und flexibel sein wollen.

Entstanden ist er aus dem Projekt, billige aber gute Notebooks für wenig Geld zu entwickeln, um auch so den Menschen in Dritte-Welt-Ländern die Möglichkeit zu bieten, Zugriff auf das Internet zu haben und so die Welt nach außen zu öffnen. ASUS erkannte hier ein großes Potenzial und sah die Marktlücken, denn alle bisherigen Subnotebooks waren wesentlich größer und ca. dreimal so teuer.

Er ist ein ständiger Begleiter und könnte schon fast als Familien Computer bezeichnet werden, denn er bietet wirklich für jeden einen Anwendungsbereich. Die Kinder können ihn in den Schulranzen packen und so könnte er Hefte und ggf. Bücher ersetzen, gerade in diesem Bereich hat er ein großes Potenzial. Der Vater könnte hier zwei Geräte in einem verbinden. Zum einen den elektrischen Terminplaner (PDA) und das eigentliche Notebook.

Da dieses eine sogenannte "Low Budget" Produktion ist, bzw. der EEE aus Komponenten gebaut ist, welche ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis haben, kostet der EEE PC 4G nur 299€.

Technische Spezifikationen (4G)

Da der EEE in erster Linie für den mobilen Einsatz und für Office Anwendungen entwickelt wurde, ist die Hardware auf den ersten Blick nicht sonderlich stark.

Als CPU kommt ein 900 MHz Prozessor zum Einsatz, der aber von Haus aus auf 630 MHz gedrosselt ist, um die Akkuleistung zu verlängern und natürlich damit auch die Hitzeentwicklung.

Als RAM ist ein 512 MB 667 MHz SODIMM Ramriegel verbaut.

Der Grafikchip ist ein GMA 915 von Intel, mit dem es möglich ist, etwa einen externen Monitor oder einen Beamer anzusteuern.

Für den Klang sind Stereo-Lautsprecher vorhanden, die durch einen High-Definition-Audio Chipsatz angesteuert werden. (Bei mir ist der EEE an einen Verstärker angeschlossen, welcher it zwei Zweiwege Boxen arbeitet. Der Klang ist wirkklich sehr gut und wird auch Leute überzeugen, die vorher eine extra Soundkarte verwendet haben.)

Optische Laufwerke gibt es auf Grund der geringen Größe nicht. Als Festplatte dient dem 4G ein 4G Flashspeicher.

Die beiden Farben, in denen der EEE zuerst erscheint, sind Schwarz und Perlmutt Weiß.

Hardware im Überblick:

- 7" WideVGA TFT Display, Auflösung 800x480
- 512 MB DDR2-RAM Arbeitsspeicher
- 4 GB Solid State Disk
- Intel GMA 915 Grafikchip
- Intel Celeron M LV 900 MHz Prozessor
- 10/100 Ethernet
- WLAN 802.11 b/g
- 3x USB
- SD/MMC-Reader
- 0,3 MP Webcam
- diverse Farben
- VGA Ausgang und Line-Out
- inklusive Neoprenschutzhülle
- Lautsprecher & Mikrofon
- ca. 3-3,5 Stunden Akkulaufzeit (5200 mAh)
- Gewicht nur 0,92 kg
- Maße: 22.5 x 16.5 x 2.15~3.5 cm
- Linux (Windows XP kompatibel)

Gerade von Kritikern wird oft das kleine 7" TFT Display mit einer Standardauflösung von 800x480 bemängelt. Dies reicht aber vollends aus, wenn man es mit PDA´s, aktuellen Handys oder MP3 Playern vergleicht, welche allesamt ersetzt werden können durch den EEE, so merkt man schnell, dass 7" ein durchaus guter Wert sind.

Sieht man die Artikel, welche vom EEE ersetzt oder teilweise ersetzt werden können mal einzeln, so zahlt man für ein hochwertiges PDA alein schon 400€, für ein Handy 500€ und für einen MP3 Player 200€. Wenn man sich das vor Augen führt, sieht man erst recht, wie gut das Preis- Leistungsverhältnis des EEE ist. Der EEE ist ein wahrer Allrounder, mit dem es lediglich nicht möglich ist, unterwegs zu telefonieren, aber über dieses "Manko" kann man gerade noch hinwegsehen. ;)

Der EEE kann sich zwar in dieser Kategorie nicht mit großen Notebooks messen, aber das will er auch gar nicht. Schließlich ist er als Subnotebook konstruiert und bietet somit ein sehr gutes und qualitativ hochwertiges Display, welches nicht nur für unterwegs ausreicht.

Zudem steht einem daheim die Möglichkeit offen, ein TFT Monitor anzuschließen und/oder die Auflösung mit Hilfe eines Treibers und eines Tools anzuheben. Dazu aber später mehr.

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(Anschlüsse: SD Cardslot, 2x USB Buchse, VGA Anschluss und ein Keylock)

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(Anschlüsse: 10/100 Ethernet, Modemanschluss, USB Buchse, Mikrophon- und Audioanschluss)

Äußeres Erscheinungsbild

Der EEE ist sehr schlicht und klassisch aufgebaut. Er strahlt genau das aus, wofür er geplant ist und zwar Mobilität und Vielseitigkeit. Er ist sehr kompakt und klein. Damit verbunden ist ein sehr geringes Gewicht. Um modern und dynamisch zu wirken, sind am EEE keine Ecken und Kanten zu finden sondern ausschließlich abgerundete Seiten. Dies verleiht dem EEE ein ebenso verspieltes wie professionelles Äußeres.

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Alle Anschlüsse sind sehr gut in das Gehäuse integriert und eine SD Karte, welche in den SD Card Sot eingeführt ist, schließt genau bündig mit dem übrigen Gehäuse ab. Der Akku ist abgerundet und perfekt in das Äußere des Gehäuses integriert.

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(Auf der Rückseite sieht man gut den abgerundeten Akku und den Netzteilanschluss)

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(Ist er zugeklappt, sieht man von vorne nur die "Maustasten" und die Anzeige LED´s)

Software und Betriebssystem

Als Betriebssystem dient dem EEE die Linux Distribution Xandros. Diese wurde eigens für den EEE entwickelt und angepasst. Als Standardeinstellung ist er im Fenstermodus konfiguriert und bietet eine einfache und intuitive Steuerung durch die verschiedenen Reiter.

Zudem ist auch alles installiert, was man für einen mobilen Einsatz und in der Schule braucht. Die komplette Open Office Suite ist installiert und bietet somit für jede Aufgabe eine Lösung. Auch Tabellenkalkulationen oder Power Point Präsentationen lassen sich mit dieser Software erstellen.
Als Browser ist Mozilla Firefox vorinstalliert und für die Unterhaltung zwischendurch gibt es einige kleine Spiele.

Für die Installation und Optimierung von Windows XP gibt es extra Kapitel im Handbuch, in denen Schritt für Schritt erklärt wird, wie man XP auf den EEE bekommt und dann auch noch für den EEE optimiert. Dies hat mich zunächst gewundert, denn es ist in Zukunft eine Version mit Windows XP geplant und dies wirkt doch etwas paradox. Gut daran ist auf jeden Fall, dass man so eine wesentlich höhere Auswahl an Treibern und Software hat und man braucht sich nicht extra auf ein neues Betriebssystem einstellen.

Auch Software wie Photoshop lässt sich sehr gut auf dem EEE verwenden. Sie ist zwar nicht vorinstalliert, aber bei eigenen Tests habe ich gemerkt, dass Photoshop wirklich sehr gut läuft. Man hat keinerlei Einschränkungen und alles läuft zügig!

Ist das alles?

Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort. Nein!

Der EEE PC scheint zwar auf den ersten Blick nicht allzu stark zu sein, aber das täuscht. Die Hardware des kleinen Wunders scheint wirklich gut aufeinander abgestimmt zu sein. Auch mit Windows reicht die vorinstallierte Hardware mehr als aus. Windows XP, wie auch Xandros arbeiten mit 512 MB und 630 MHz Coretakt sehr zügig und man wundert sich immer, wie das sein kann. Wer aber mehr will, hat einige Optionen zur Verfügung.

Es ist ein leichtes, etwa den RAM des EEE aufzurüsten. Dafür ist lediglich das Aufschrauben einer kleinen Klappe auf der Rückseite nötig. Der EEE lässt sich auf diese Art und Weise bis auf 2GB RAM aufrüsten.

Ist der Kern nicht schnell genug für die gewünschte Anwendung, kann man ihn mit dem kleinen, aber feinen Tool „EEECTL“ problemlos auf den eigentlichen Wert von 900 MHz und mehr anheben, ohne dabei die Temperatur in utopische Dimensionen zu treiben. Wenn doch nötig, lässt sich der Lüfter mit eben diesem Tool genauso steuern.

Will man den EEE PC aber als vollwertigen Ersatz für einen richtigen Rechner nutzen, wird einige zusätzliche Hardware benötigt.
Kommt einem die Auflösung zu klein vor, so gibt es ebenfalls ein Tool, welches man verwenden kann, um höhere Auflösungen zu verwenden, wie etwa 800x600 oder 1024x768. Somit kann man mit Hilfe des richtigen Browsers, Internet Seiten perfekt darstellen ohne lästiges scrollen.

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(Modifizierter Desktop unter Windows XP 800x600)

Wie wird mein EEE zum vollwertigen PC?

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(Workstation mit eingeschaltetem EEE)

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(Workstation mit ausgeschaltetem EEE)

- mindestens eine externe Festplatte mit dem entsprechenden Speicherplatz
- ein externer Monitor, für die Arbeit daheim, damit man nicht alles auf einem kleinen Monitor betrachten muss
- eine externe Maus für schnelleres Arbeiten
- eine USB Tastatur für schnelleres Tippen (man gewöhnt sich zwar an die EEE Tastatur, aber zu Hause ist eine größere Tastatur etwas komfortabler)
- ein USB Laufwerk für CD´s

Was habe ich für Zubehör?

In meinem Fall wollte ich genau dies tun. Den EEE als Hauptrechner für zu Hause zu verwenden. Ich habe weniger Zeit und mein PC war viel zu stark dafür, dass ich nie daran gespielt habe. Also habe ich mir folgendes System zusammengestellt.

- EEE PC 4G 701
- 17“ Tft Monitor
- 2GB 667 MHz SODIMM Ram
- 2x 250 GB Festplatten 3,5“ (Habe die aus meinem alten System behalten und zwei externe Gehäuse geholt)
- 1x 160 GB Festplatte 2,5“ WD
- 1x 8GB SD Card
- 1x externer DVD Brenner
- USB Tastatur
- USB Maus

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(EEE PC mit 2,5" HDD von Western Digital und einer Razer Pro 1.6)

Alles bis auf die beiden externen Gehäuse und den 2GB Ram, hatte ich bereits und so entstanden nur wenige Mehrkosten für meine EEE Workstation. Mit diesen ganzen Teilen hat man wirklich einen schönen und sehr gut ausgestatteten Heimcomputer. Natürlich würde sich dies nicht rentieren, wenn man sich diese Hardware extra dazu kaufen müsste, aber in der Regel sind die meisten Dinge bereits vorhanden und somit ist es ein leichtes, aus dem EEE eine vollwertige Workstation zu machen und je nach Bedarf kann nachgerüstet werden.

Nicht jeder braucht gleich viel Zubehör und im Prinzip würde für einen genügsamen User schon ein USB Stick, eine 16GB SD Karte und ggf. ein TFT Monitor genügen, um einen kompletten Heim PC zu besitzen.
Der große Vorteil bei solch einem System ist natürlich, dass man den EEE jederzeit ausstöpseln kann und mit auf den Weg nehmen kann. Somit ist er zum einen eine vollwertige Homestation und zum anderen ein mobiles Subnotebook für unterwegs, zur Zeit noch ohne vergleichbare Konkurrenz.

Was ist mit Spielen?

Ja, man wird es nicht glauben, aber es gibt diverse Spiele, die man auf dem EEE spielen kann. Natürlich ist er nicht für Spiele wie Crysis usw. geeignet. Für manche ist es allerdings erforderlich, den Coretakt für ein flüssiges Spiel anzuheben. Einige namhafte Spiele, die laufen, sind Splinter Cell, Hitman3, GTA SA, Far Cry und viele mehr. Diese Spiele sind sogar flüssig spielbar und machen auch auf niedrigsten Einstellungen, dank des kleinen Displays einen sehr guten Eindruck! (Splinter Cell und Hitman Contracts wurden bereits von mir selbst getestet und ich kann die Ergebnisse nur bestätigen.)

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Mehr Spiele, die möglich sind unter diesem Link: http://wiki.eeeuser.com/list:games

Ihr werdet Augen machen!

Fazit:

Der EEE hat eingeschlagen wie eine Bombe. Ich war zunächst etwas skeptisch und habe mir diverse Testberichte durchgelesen. Es war nicht lecht, meine Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben, aber als er dann da war, war die Begeisterung umso groß.
Der EEE ist klein, mobil und sehr flexibel. Je nach Zubehör ist alles möglich. Wer auf neueste Spiele und DX10 verzichten kann und nicht zu tief in die Tasche greifen will, der macht nichts falsch. Natürlich ist der EEE auch als Zweit PC eine super Alternative und wird beim Käufer für eine Menge Spaß sorgen.

Pro:

  • Klein, leicht und mobil
  • Sehr günstig (299€)
  • Sehr Leise (Bei ausgeschaltetem Lüfter sogar komplett lautlos, da keine beweglichen Teile verbaut wurden)
  • Schneller Flashspeicher
  • Zur Zeit noch konkurrenzlos
  • Sehr genügsam im Verbraucht (ca. 17 Watt)
  • Lässt sich beliebig erweitern
  • Ein Hingucker
  • Schon jetzt Kult
  • gute integrierte Lautsprecher
  • Fast alle Betriebssysteme lassen sich installieren
  • Sehr große Community

Kontra:

  • Zu wenig Speicher (4-8GB)
  • Der Monitor könnte größer sein
  • Kleine Tastatur (an die man sich aber schnell gewöhnt)
  • Zur Zeit schlechte Verfügbarkeit

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7 thoughts on “Testbericht: EEE PC – So mobil wie nie!?

  1. Schöner Artikel mit guter Zusammenfassung. Danke dafür.

    Mich würde nur interessieren welches Tool das ist, womit man die Auslösung auf 1024×768 “hochschrauben” kann.
    Das gilt doch nur für den extermen VGA-Anschluss, oder? Soweit ich das bisher verstanden habe, kann der TFT der eingebaut ist nur 800×480.
    Das ist vielleicht im Artikel ein bisschen missverständlich ausgedrückt…

    gruss
    Armin

  2. Ab Werk kann man unter Windows XP die Auflösung auf 800×600 einstellen (nach unten Scrollen), womit man wirklich alle Fenster bedienen kann.

  3. Ja,

    das kann man zwar einstellen und mit einem kleinen Häckchen kann man sogar noch weitaus höhere Auflösungen einstellen, aber was ich angesprochen habe, war eine interpolierte Oberflläche, bei der dieses lästige Scrollen entfällt. Genau so, wie es auch im Text steht.

  4. Hallo – bitte helft doch mal nem “Unwissenden”:
    Ich suche eigentlich für meine Vorträge ein neues Gerät um meinen uralten Laptop zu verschrotten. Die Vorträge entstehen meist im Büro und werden per USB-Stick übertragen. Sicher ist das bis hierher kein Problem, OpenOffice kann ja auch mit M$-PP-Dateien umgehen. Aber jetzt: meine Vorträge enthalten oft auch Videosequenzen. Funktioniert sowas auch? Ich hab zwar schon (sehr!) viel gegoogelt, aber auf diese Frage noch keine Antwort gefunden.
    Bitte helft mir – sonst muß ich mir wohl doch wieder ein Windows-Notebook kaufen…

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