November 25, 2008 Matze 9Comment

Die Vorstellung des ASUS Eee PC 700 im Juni 2007 hat nicht nur die enorme Netbook Welle ausgelöst, sondern auch dem freien Betriebssystem Linux einen ordentlichen Schub gegeben. Kein Wunder also, daß immer bessere und kleinere Distributionen auf den Markt kommen, die -wie die zwei von uns vorgestellten- an die Eee PCs speziell angepasst sind.

Das Magazin Linuxdevices.com berichtet von einem französischen Mini PC Hersteller namens Linutop, die hauptsächlich für ihre eigenen Modelle entwickeln. Bereits im Juli hatte man wohl eine Distribution für den Eee PC angepasst und bietet diese nun vorinstalliert auf einem USB-Stick zum Kauf an. Das auf Ubuntu 8.04 basierende System ist mit XFCE Desktop, Open Office und diversen anderen Programmen ausgestattet und läuft ohne Installation direkt von dem 1GB USB Stick. Für das Betriebssystem werden 600 MB der vorhandenen 1GB Kapazität belegt, was wiederum nicht sehr schmal ist. Für €69 kann man den Stick hier bestellen. An einer Unterstützung der Intel Atom Netbooks wird laut Linutop noch gearbeitet.

Das Linux Magazin hat einen Artikel zu einer weiteren Distribution veröffentlicht, bei dem ich doch ein wenig schmunzeln musste. Ein Linuxer mit dem Namen Andrew Wafaa hat sich mit Hilfe von Suse Studio ein Live-System gebaut, das eben auch an den Eee PC angepasst ist. Schmunzeln musste ich, weil bei der Vorstellung von Suse Studio gesagt worden sein soll, man könne sich "mit wenigen Klicks" ganz schnell und einfach ein eigenes System bauen. Die rund zwei Dutzend Builds, die Wafaa wieder verworfen hat, sprechen wohl gegen diese Theorie, aber am Ende hat er`s ja geschafft. Er hat die komplette Hardware- und Multimediaunterstützung implementiert und GNome, KDE 3 und 4 zur Auswahl gestellt. An weiteren Versionen arbeitet er wohl noch.

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9 thoughts on “Neue Linux Lösungen für ASUS Eee PC 700/900

  1. unverschämtheit kostenlose Codes Kopieren bissel modifizieren und verkaufen verklagt sollten die werden…und die trauen sich dann noch das linux zu nennen

  2. rechtlich ist das völlig okay, wenn die verwendeten pakete unter de entsprechenden lizenz stehen. es muss ja niemand kaufen,oder?!? hauptsache gemeckert 😉

  3. @batto
    Warum soll das denn unverschämt sein? Das ist doch auch eine Idee von OSS, das man diese eben AUCH verkaufen darf. Hindert ja niemanden daran, es nicht zu kaufen. Wenn die Entwickler nicht wollen, dass man ihre Codes verwendet, geben sie die Software nicht unter einer OS-Lizenz frei.

  4. Unverschämt ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber es ist wirklich SEHR teuer. Wenn man sich auf der Website mal die Feature-Liste anschaut merkt man, dass es ein ganz gewöhnliches Xubuntu ist, bei der über die Paketverwaltung noch schnell VLC und 2-3 andere Tools installiert wurden. Nicht mal die aktuelle (3.0) Version von OpenOffice ist drauf, nur die alte 2.4. Das System ist außerdem nicht nur für dieses Stick “entwickelt” (vielmehr angepasst) worden, sondern existiert schon länger. Der Entwickler hat also einen Materialaufwand von ein paar Euro für den USB-Stick, anfangs 2-3 Stunden Arbeit, um das System persistent auf dem Stick zu installieren und dann muss er es für jeden Stick nur noch rüberkopieren, also noch ein paar Minuten. Dafür 69 Euro zu verlangen ist schon fast “unverschämt”. 🙂

  5. Man(n) gebe mir 25 € und erhalte dafür, einen 15 € Stick, und von den restlichen 10 € Zahle ich Steuer, onlinegebühr und die gefälligkeit das per Post zu versenden.

    Wenn das 100 Idioten machen, bleibt mir auch ein Hunni über.

    Hat jemand Interesse 😀 ?

  6. @benloo
    wenn es Leute gibt, die Ähnliches für 69€ verkaufen, solltest du das versuchen. Aber vergiss die Folgekosten nicht! Eventuell musst du nachher support leisten, der dann deine 10€Megagewinn wieder auffrisst. Wenn jemand problemloses Linuxen anbietet, gibt es sicher Kunden, die das versuchen, allein schon, weils von einer “Firma” kommt. Du solltest vielleicht nicht 25 sondern 50€ nehmen und dann 24h support anbieten. Das würden Leute kaufen, ganz sicher! Ob das für dich zum leben reichen würde? na ja….

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