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Münchner Bank führt Kryptowährungshandel ein – New Yorker Börse zögert noch

Während die zweitgrößte Börse der Welt, die Nasdaq, darüber nachdenkt, Kryptowährungen auf den Handel zu bringen, schreibt eine Münchner Bank bereits Geschichte: Die VPE Bank bietet seit heute ihren Kunden an, mit digitalen Währungen zu handeln. Damit dürfte sie die erste überhaupt sein.

Während sich Kryptowährungen schwer tun, im Zahlungswesen Fuß zu fassen, etablieren sie sich immer mehr als Spekulationsobjekt. Dies ist in New York zu spüren, aber mehr noch in München. Denn in der bayerischen Landeshauptstadt wurde heute ein Stück Finanzgeschichte geschrieben:

Die VPE Werthandelsbank hat heute bekannt gegeben, ihr “Finanzkommissionsgeschäft um den Handel mit Kryptowährungen” zu erweitern. Damit führ die VPE als erste Bank der Welt einen “Cryptocurrency Trading Service” ein. Dieser richtet sich jedoch  ausschließlich an institutionelle und professionelle Kunden. Private Kunden können aber unter bestimmten Voraussetzungen als professionelle Kunden eingestuft werden.

“Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Ethereum und andere wurden in den letzten Jahren zu einer vielversprechenden Klasse von Anlageinstrumenten. Bis heute war der Handel mit den digitalen Token auf Krypto-Börsen und Online-Marktplätze beschränkt. Wir freuen uns, die erste deutsche Bank zu sein, die ihren Kunden einen Kryptowährungs-Trading-Service anbietet,” so eine Pressesprecherin des Unternehmens.

Auch Nasdaq hat Interesse

Aber auch in New York wächst das Interesse an Kryptowährungen. So hat sich etwa Adena Friedman, die als Chefin von Nasdaq der zweitgrößten Börse der Welt vorsteht, in einem Interview mit der CNBC auf etwas gewundener Art zu digitalen Währunugen bekannt. Diese werden “weiterhin bestehen bleiben,” so Friedman, die Frage sei vor allem, wie lange sie noch brauchen, um erwachsen zu werden. Einmal werde man sie anschauen, “und sagen ‘wollen wir einen regulierten Markt dafür?’. Nasdaq würde mit Sicherheit darüber nachdenken.”

Allerdings sollte man den Kommentar nicht falsch verstehen. Friedmann meint es durchaus ernst, wenn sie sagt, dass der Markt erst noch reifen muss. Nasdaq arbeitet bisher noch nicht an einer Börse für Kryptowährungen, sondern wartet darauf, dass die amerikanische Börsenaufsicht SEC konkrete Regeln für den Handel aufstellt. Noch ist die regulatorische Unsicherheit zu groß.

Noch mehr trifft dies auf ICOs zu. Hier fordert Friedman klar eine strenge Regulierung. “Die SEC sagt zu Recht, dass ICOs wie Aktien reguliert werden müssen.” Dass die Börsenaufsicht der USA mit zunehmender Strenge auf dem ICO-Markt durchgreift, könnte einer Firma wie der Nasdaq recht sein. Denn während Kryptowährungen lediglich ein weiteres Produkt sind, das man langfristig auf den Marktplatz bringen können, könnten ICOs als Ersatz für Aktien und andere Wertpapiere das Kerngeschäft der Nasdaq angreifen, indem sie Mittelsmänner aus dem Aktienhandel entfernen.

Börse kooperiert bereits mit Krypto-Unternehmen

Auch ohne direkt Kryptowährungen oder ICO-Token zum Handel anzubieten, hat die Nasdaq längst ihre Finger im Markt. So arbeitet die Börse bereits an Future-Verträgen für Kryptowährungen – und eifert damit der Börse von Chicago nach – und bietet auf den europäischen Märkten auch bereits ETNs an, durch die Investoren auf Bitcoin oder Ethereum wetten können.

Gleichzeitig knüpft die Börse immer engere Beziehungen zu Unternehmen der Branche. So hat die Nasdaq jüngst eine Partnerschaft mit Gemini, der Börse der Winklevoss-Zwillinge, angekündigt. Die Nasdaq hilft dabei mit Überwachungstechnologie aus, um dabei zu helfen, dass die Plattform einen “fairen und auf Regeln basierenden Marktplatz” gewährt, wie es der Geschäftsführer Tyler Winklevoss ausdrückt. Man könnte sagen, dass die Nasdaq ihre Erfahrung in der Erfüllung regulatorischer Auflagen weitergibt. Daneben kooperiert die Börse auch mit der ETF-Firma Reality Shares aus San Diego, die vorhat, Fonds im Zusammenhang mit Blockchain zu starten, die im Sommer auf den Markt kommen sollen.

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