May 11, 2008 Sascha 10Comment

Microsoft startet einen weiteren Versuch, Windows XP Home mit aller Macht in den Markt der UMPCs und Netbooks zu druecken.
Mit absoluten Kampfpreisen fuer die Lizenzen setzen die Redmonder die PC Hersteller unter Druck und schreiben diesen auch noch gleich vor, was denn bitteschoen ein ULCPC (ultra low cost pc) zu sein hat. Werden diese technischen Rahmenbedingungen eingehalten, so erklaert sich der Softwaregigant bereit die XP Home Lizenzen fuer 26-32$ zu verkaufen:

Wenn man einen Markt voellig verpennt (was angesichts des Origami Projects sehr seltsam ist) und fast ein Jahr zu spaet dran ist, dann muss man schon einmal zu radikaleren Massnahmen greifen.
So oder aehnlich muss wohl Microsoft gedacht haben, als Sie die ersten Absatzzahlen des Eee PC zu Gesicht bekamen und die Alarmglocken zu laeuten begangen. Ja, auf all diesen guenstigen, neuen Rechnern war Linux installiert.

Mit einem absoluten Kampfpreis will Microsoft nun den Ultra Low Cost PC Markt vereinnahmen aber dafuer ist es wichtig, dass die Hersteller auch die entsprechenden Limitierungen ihrer Systeme beachten:

Microsofts Definition eines ULCPC:

CPU: Bis zu 1GHz single-core, VIA C7-M bis zu 1.6GHz, Intel Atom N270 1.6GHz
RAM: bis zu 1GB
Screen: Nicht groesser als 10.2 inch, kein Touchscreen
HDD: bis zu 80GB

Die Strategie dahinter duerfte klar sein. Die Redmonder befuerchten einfach, dass die Hersteller der ULCPCs ihre Rechner zu gut ausstatten und diese somit auch gegen Systeme auf dem Mainstream Markt konkurrieren, die natuerlich mit teureren Vista Lizenzen ausgestattet sind. Wer diese Limitierungen einhaelt kann XP Home zum Preis von 26$ (fuer Entwicklungslaender) und 32$ (fuer die restlichen Maerkte) lizensieren.

Ob Microsoft mit dieser Methode Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Es liegt an der Open Source Community die zur Zeit noch marktbestimmende Position zu verteidigen, denn immerhin waren es bisher Linux Derivate, welche spezifische Desktops fuer UMPCs und Netbooks veroeffentlichten. Dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt, zeigen neben Xandros auch diverse andere Projekte.

Quellen:

JKKmobile
PC World
Eee-PC.de

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10 thoughts on “Microsoft definiert Ultra Low Cost PCs

  1. Schade das bestimmt jetzt ein groß teil der Anbieter wohl auf den XP Zug springen werden 🙁

  2. irgendwie typisch Microsoft :
    Sie haben verpennt, und weil sie keine Linux-“Firma” aufkaufen können, senken sie halt die Preise.

    Irgendwie hat MS alles außer Windows und Office verpennt…
    – Browser hatten sie ewig keinen
    – Das Debakel im Suchmaschienen // Werbemarkt mit der versuchten Yahoo Übernahme
    – ULCPCs
    – …

    Naja mir solls recht sein, mir ist es ziehmlich egal, ob da LInux oder XP drauf ist.

    Die Beste Lösung finde ich wirklich den Easy Mode XP, mit einem Klick zischen Full-Desktop und Easy Mode zu wechseln.
    Nur Easymode, fände ich auch wieder nicht so toll.

    Aber gegen die Definition von ULCPCs kann man eigentlich nix sagen.
    Der Touchscreen vllt, aber alle die standartmäßig einen drin haben sind eh um einiges teurer

  3. Und diese “Großzügigkeit” Entwicklungsländern die Lizenz um 5$ billiger zu machen… Warum nicht gleich eine Lizenz 10$? Ich glaube, die haben da ganze andere Probleme als Raubkopien und Microsoft verdient wenigstens ETWAS…

    Btw.: Das dürfte hübsche Sprünge bei den Preisen der ULPCs geben. Wo man denkt, dass doppelter RAM (von 1GB auf 2GB) vielleicht 30$-40$ mehr ausmachen, werden das nun auf einmal 100$, weil die Lizenz nicht mehr ins Raster passt… Naja, man wird es “zu umgehen wissen”, auch wenn die Lizenz dann nicht mehr gültig ist – aber ich habe das Gefühl, dass das eh kaum jemanden außerhalb von Redmond interessiert…

  4. Hmm, das dürfte kartellrechtlich eine interessante Preisstrategie sein. Win XP ist ein und dasselbe Produkt wie im normalen Desktop und Laptop Bereich. In letzterem gibt es allerdings keine ernsthafte Konkurrenz. Deswegen wird dort das selbe Produkt für ein 2-3 faches verkauft, während in dem Marktsegment, in dem man keine Monopolstellung inne hat, der Preis deutlich gesenkt wird.

    Das könnte eine unzulässige Quersubvention darstellen oder einfach nur zeigen, dass das Produkt im Monopolsegment vollkommen überteuert verkauft wird. Im Telekommunikationsmarkt wird eine solche Preisgestaltung dem Ex-Monopolisten Deutsche Telekom jedenfalls untersagt.

  5. Naja, aber XP im Desktopsegment ist ja tot. Wird dann demnächst einfach nicht mehr angeboten.
    Ich denke diese Politik macht schon sehr viel Sinn für Microsoft, ein Produkt mit dem man eigentlich gar kein Geld mehr machen wollte dann unter recht strengen Auflagen doch noch zu verkaufen. Gerade in einem Segment wo der neue “Goldeseel” nicht konkurenzfähig ist.
    Die Preispolitik in Entwickllungsländern finde ich allerdings schon recht hart, da wäre sicher mehr Preissenkung drin gewesen.

  6. Pingback: O tempora, o mores
  7. Gute Sache. Der EEE läuft mit XPSP3 soviel besser als mit dem preloaded Xandros. Ein Gewinn für alle.

  8. Pingback: Randnotizen

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