September 3, 2008 Sascha 79Comment

Ja wenn die News nicht wie eine Bombe eingeschlagen ist: Kurze Ankuendigung und ein paar Stunden spaeter war er bereits als Beta verfuegbar: Google Chrome.
In den letzten paar Stunden habe ich den Browser ausfuehrlich (wenn man bei 4 Stunden von Ausfuehrlichkeit sprechen kann) auf seine Netbook Tauglichkeit getestet und bin mehr als begeistert:

Erstmal ist der Chrome einfach nur sauschnell, verbraucht wenig Speicher und CPU Load. Die Akkulaufzeit eures Netbooks wird es euch danken, da bin ich mir ganz sicher.
Das minimale Design ist einfach nur genial und auch wenn es ja inzwischen wirklich fuer jeden Browser "minimale" Themes gibt, so hat sich Google da einfach ein paar weitergehende Gedanken gemacht:

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1. Mit der Tableiste habt ihr quasi schon das obere Ende des Browsers erreicht und somit entfaellt praktisch das laestige Umschalten in den Full Screen Mode.... Viel mehr Fullscreen geht einfach nicht!
Die ueblichen Navigationsbuttons (vor, zurueck, refresh) werden rechts vom Bookmark Button und der Adresszeile flankiert.

2. Hier findet ihr die Seitensteuerung (praktisch eine Kombination aus dem "Datei" und "Bearbeiten" Menues des FF), die auch die Suche auf einer Seite beinhaltet, Zoom in und out (aber nur fuer Text) und Zeichensatzeinstellungen. Unter den Einstellungen findet ihr dann ebenfalls so ziemlich alles was sich am Chrome "tweaken" laesst.

3. Keine Statusleiste! Aber sobald ihr mit dem Mauszeiger ueber einen Link fahrt wird dieser unten links sehr schoen eingeblendet.

Tja, das war es schon... der Rest ist Platz fuer Internetseiten.

Obwohl, das war es nicht ganz denn unter der Haube hat der Chrome noch so einiges zu bieten:

Eure beliebtesten Seiten werden aehnlich wie bei Opera (obwohl ich sie dort manuell definieren muss) immer als Thumbnails dargestellt, wenn ihr einen neuen Tab oder eine neue Seite oeffnet. Ebenfalls merkt sich das Autovervollstaendigen Feature mit der Zeit eure Surfgewohnheiten (natuerlich kann man Surfchroniken und Cache auch leeren) und bietet neben passenden Suchbegriffen auch recht schnell die gewuenschten und beliebten Seiten an.

Seiten bauen sich verdammt schnell auf und ich vermisse auch noch nun inzwischen 5 Stunden mal einen Hinweis auf ein fehlendes Plugin. Bitte probiert den Chrome doch einmal auf Youtube aus und sagt mir, dass ich nicht spinne. Youtube geht ab wie ein Zaepfchen (wie uebrigens alle weiteren Google Anwendungen und Seiten)!
Google Gears ist ebenfalls integriert, sprich ihr koennt die Google Webanwendungen auch wunderbar offline nutzen.

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Ja, ihr seht richtig. Google Chrome hat einen Taskmanager.

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Tabs koennt ihr ganz einfach aus einem Fenster rausziehen, z.B. auf den Desktop oder in die Startleiste. Eine Webanwendung wie z.B. Google Mail sieht dadurch wirklich wie eine lokale Applikation aus.

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Wenn das euer Chef oder Lehrer sieht, dann kommt ihr wohl bald alle in den Genuss von Google Chrome 🙂 Eine der schoensten Browser-Chroniken unserer Zeit wuerde ich sagen.


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Testdowload von Winrar. Es oeffnet sich eine Download Statusleiste, die sowohl die Geschwindigkeit als auch die verbleibende Downloadzeit angibt. Ein Klick auf die Downloadhistorie und ihr werdet mit einer weiteren Chronik konfrontiert, die natuerlich ebenfalls durchsuchbar ist.

Erstes Fazit...... Kaboooooooooooom! From Zero to Hero und das mit einer Beta. Ok, ich bin ein begeisterungsfaehiger Mensch aber hier waechst ein Konkurrent fuer IE und FF heran, mit dem die Platzhirsche vor wenigen Wochen noch nicht gerechnet haben.

Ich wuerde mich freuen, wenn ihr mit den verschiedensten Netbooks den Chrome mal testen wuerdet und wie eure Erfahrungen in Bezug auf Geschwindigkeit und Usability sind.

Offizielle Download des Webinstallers von Google Chrome

Direktdownload (also die .exe)

Marc hat umfangreiche Infos zur V8 Java Script Engine des Chrome und erste Benchmarks auf seinem Blog.

P.S. Dieser Incognito Modus, also ich weiss ja nicht... was soll es sein, was kann es machen und kommuniziert der dann nur nicht mehr mit Google?

Updates:

Heise berichtet von ersten Sicherheitsluecken

Golem Bericht zur Datensicherheit

Kara Swish zum neuen Browserkrieg

Google Chrome schafft 2% Marktanteil in wenigen Stunden

Offizielle Google Pressekonferenz zum Chrome Browser

Ein paar Anmerkungen noch aufgrund der Diskussion in den Kommentaren. Wer nicht skeptisch gegenueber Google ist, der hat auch mit einem Grinsen im Gesicht seinen biometrischen Pass abgeholt. Seit Stasi 2.0 auf die deutsche Politbuehne rollte (war das jetzt fies? Egal!) stelle ich in den letzten 2-3 Jahren verstaerkte Bemuehungen fest, den Big Brother westlich des grossen Teichs noch zu uebertreffen, wenn es darum geht seine Buerger auszuspionieren.
Wohin das alles fuehrt.... Gute Frage aber ich glaube, dass die Orwellschen Dimensionen laengst uebertroffen sind und Google ist sicherlich einer der Hauptprotagonisten. Aber hey, deren Firmen Motto ist dich "Do no evil", also was kann euch passieren? 🙂

Passt auf eure Daten auf im Netz, egal mit welchem Browser ihr unterwegs seid. Wer sich auf Google einlaesst, sollte wissen warum all diese schicken Programme und Mehrwertdienste umsonst sind. Ihr bezahlt da quasi mit eurem Online Profil fuer. Das geschieht ebenfalls bei jeder Google Suche (egal mit welchem Browser), Webanwendung, Besuchen auf Webseiten die Google Analytics einsetzen. Also aufpassen!
Eine letzte Anmerkung habe ich noch...
Ich bin mir sicher, dass Google hier nicht einen Browserkrieg entfacht sondern letztendlich einen OS Krieg mit Redmond. In Verbindung mit Google Gears zeigt der Chrome, wie Cloud Computing funktioniert und ausschaut. Spaetestens jetzt sollten bei Mickeysoft im US-Bundesstaat Washington die Alarmglocken schellen. Chrome war nicht das Ende vom Lied und Google ist hungrig... Nicht nur nach Daten sondern vor allen Dingen nach Marktanteilen.. Und von denen hat MS ja einige 🙂


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79 thoughts on “Google Chrome – Der ultimative Netbook Browser!? *Update*

  1. Naja, falls das wirklich stimmen sollte da aus dem Forum, dass das Ding die Emailadresse des Users ausliest aus Outlook(express) oder sowas, dann waere das ein Fall fuer den Staatsanwalt.

  2. @Saperalot

    Sorry aber ich fuerchte dein Fazit war ein wenig voreilig.
    Die beiden Prozesse die noch anstehen sind die des Auto Updaters und da rattert auch keine Platte und sucht kein Prozess nach persoenlichen Daten.

    Also bei aller Vorsicht bezueglich einer Datenspionage…. jetzt wird langsam aber sicher ein Maerchen draus. Hab versucht deine Beobachtungen auf 6 Systemen zu reproduzieren… ohne Erfolg. Vielleicht solltest Du mal nen aktuellen Virenscanner drueberlaufen lassen oder die Desktop Suche abschalten 🙂

    @Grudede

    da wollen wir doch mal hoffen, dass es bei der Email Adresse bleibt. Ich bin mir sicher, dass wir in den naechsten Tagen dazu mehr erfahren werden.

  3. wenn es eine firma gibt die das gefĂŒge der welt aus den angeln heben kann dann ist es google… sie untertĂŒtzen 3te weltlĂ€nder im it aufbau … vorwiegend innerhalb der regierungich… will nicht wissen was die aus ihre pseudo ehrenhaften arbeit in besagten lĂ€ndern mittlerweile alles an wissen angehĂ€uft haben … klar offiziell nichts .. aber kann man das noch glauben ?! …. allmĂ€lich sollte google ma gebremst werden … es wird zuviel … wer weiß wo das alles hin fĂŒhrt … frĂŒher war es MS den der pc user als prmĂ€ren feind gesehen hat … mittlerweile hat google in meinen augen MS da ganz schön den rang abgelaufen … also denkt daran bevor ihr das nextemal irgendwas von google nutzt ….

  4. Abgesehen von den ganzen Datenschutzgeschichten …

    Es ist ja wohl klar warum alle Online-Autoren ( Blogger & Presse ) Chrome gut finden:

    Kein Adblock!

    Dank Chrome habe ich seid Jahren zum ersten Mal wieder gesehen mit wie viel Mist die ganzen Seiten zugemĂŒllt sind. Im besten Fall lenkt das vom eigentlichen Inhalt ab und im schlimmsten stört das Geblinke und Gezappel wirklich.

    Also Leute: Nicht so viel auf die Online-Presse hören, die haben alle ihre eigenen Interessen.

    Dank Open Source wird es wohl bald einen Chromefork mit Adblock und ohne Google-Überwachung geben.
    Dann ist er natĂŒrlich eine echte Alternative zu Firefox.

  5. Dann mal viel Spass beim Vergleichen der einzelnen DatenschutzerklÀrungen der Browserhersteller! BTW das SAFE HARBOR Abkommen ist doch eh der Witz schlecht hin.

    Firefox (Fuer diejenigen die so garkeine Lust auf BigBrother haben: http://www.firefox-browser.de/wiki/Schutz_der_Privatsph%C3%A4re )
    http://www.mozilla.com/en-US/legal/privacy/firefox-en.html

    Vertrauen ist gut, Selbstkontrolle/Bestimmung ist aber wesentlich besser! Und ich vertraue der Mozilla Foundation eher als dem Google Syndicat, oder Microsoft.

    Und hier noch eine Warung fuer alle die Chrome wieder deinstalliert haben. Der Prozess “GoogleUpdate.exe” ist auch nach dem deinstallieren von Chrom noch Aktiv. Muss also von Hand gekillt und deinstalliert/gelöscht werden.

  6. Alles gut und schön. Ich wollte den auch mal ausprobieren und stelle nun fest, dass dieser Browser der Alptraum der System- und Netzadministratoren ist:

    Es gibt keine systemweite Installation, sondern nur eine nutzerbezogene. Das heisst, dass jeder Nutzer, auch solche mit eingeschrÀnkten Rechte, die Installation durchziehen können.

    Das geht sogar soweit, dass jeder Nutzer, der diesen Browser nutzen will, ihn separat installieren muss.

    Auf einem Netbook mit seinen begrenzten PlattenkapzitÀten ist das bei mehreren Nutzer aber sehr kontraproduktiv, was den Plattenplatz angeht.

    Ich hoffe, dass daran noch gearbeitet wird und nutze weiterhin FF3.

  7. ob googleUpdate.exe auch nach dem Deinstallieren des Browsers noch aktiv ist, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, ob er nach dem Deinstallieren UND Neustart von Windows noch aktiv ist.

    Jedenfalls scheint es ja so zu sein, dass laut heise das Ding wie gesagt den Safariklopps uebernommen hat

  8. Naja fĂŒr den Autostartkram hat man doch den n Tool dass den ĂŒberwacht. So verhindert man dann auch das Einpflanzen von Trojanern. Und jo ne Meldung kam beim Install von Chrome wegen dem tollen Updater…ein Klick und weg.

  9. Wie oben schon erwĂ€hnt: Chrome braucht tendenziell mehr Speicher, da er jedes Tag als eigenen Prozess öffnet. Das hat natĂŒrlich auch Vorteile, aber da weniger Ressourcen geteilt werden, muss der Speicherverbrauch grĂ¶ĂŸer sein.
    Die eindeutige Identifikationsnummer die Google dem Browser verpasst ist natĂŒrlich höchst bedenklich. Vermutlich ist dies auch der Grund, dass der Browser sich nicht zentral in “Programme” installiert, sondern in den Benutzerordner. So muss jeder Benutzer seine eigene Installation machen und man kann selbst auf einem Mehrbenutzer-Rechner alle Accounts einzeln erfassen.
    Da Google schon die Ident-Nr. hat, können sie das natĂŒrlich irgendwann mit Google Mail, Calendar etc. verknĂŒpfen. Das hört sich fĂŒr mich nach maximaler Ausspionierung an. Denn, wie oben schon jemand erwĂ€hnt hat, Google lĂ€sst nicht aus purer Freundlichkeit unzĂ€hlige Entwickler an kostenlosen Anwendungen arbeiten…

  10. Danke! Endlich sagts mal einer: ich meide zwar diesen Google-Browser, aber er wird definitiv einen OS-Krieg entfachen. MS ist nun gezwungen, ihre Browser-Blockade zu ĂŒberdenken! Apps und Proggis können nun fĂŒr Browser und nicht fĂŒr Betriebssysteme geschrieben werden! Dazu reichen schon 20%-Punkte Marktanteil Gewinn/Verlust (je nach Seite).

    Ich mache mir nur Sorgen, was dann alles so dezent im Hintergrund “nach Hause telefoniert” wird, aber wissen wir das etwa jetzt bei MS & Co. schon? Selbst ein iPhone funkt ja nach Hause…

  11. Apropos Browser-Krieg:

    den wird es mMn nicht geben, da Chrome ja mehr eine Verschmelzung von FF und Safari darstellt.

    Es werden diese 3 eher zusammenwachen!

  12. Riddschie ich bin mir sicher, dass auch M$ noch so einiges in der Schatulle hat aber wenn wir mal die Erfolgsmeldungen der letzten 10 Jahre betrachten, dann gab es da bei den Redmondern irgendwie nur Win XP (wenn wir mal 2000 fuer den Enduser ausblenden) und das war es dann.

    Im Kampf um den abgezocktesten globalen Monopolisten hat Redmond doch von den Kaliforniern nur auf die Nase bekommen. Suchmaschine, Online-Werbung, Online Videos, Online Applikationen… Dann die ganzen netten Firmen und Ideen die Google einkaufte und auf einmal richten die ihre Zielfernrohre auch noch auf den OS Markt.

    Ok, dann nehmen wir doch einfach einmal zum warm machen fuer Googles Strategen den Handy Markt. Die werden Android auf unsere Telefone packen wollen als gaebe es kein Morgen und hier wird MS ebenfalls schwer bluten.

    Jetzt Chrome mit integriertem Google Gears… Die Frage ist bald nicht mehr ob man Google genutzt hat, sondern wie oft und auf welchen Geraeten.

    Und um die Sache noch abzurunden:

    https://www.23andme.com/

    Rate mal, wer der Hauptinvestor ist.. 🙂

    Ja, das ist alles erschreckend, gar keine Frage aber generell ging er mir erst einmal darum einfach nur den Browser anzutesten und der gefaellt mir einfach. Wer Google oder M$ Applikatationen einsetzt, sollte generell wissen was er tut

  13. bekommt man diese gewaltig lange Kommentar-Liste, mit 67 Kommentaren und 24-TAUSEND Buchstaben in nur 10 Stunden auch als Hörbuch?

  14. @ nuke 😀 😀

    @ChiefAlex : Ich meinte, dass Chrome im Standarsmodus ca so viel Platz bietet wie FF im Vollbild

    Und das was jkk in der EULA gefunden hat ist mal wieder typisch Google, das steht bei denen bei allem. Und deshalb hab ich bei Google als Account nur einen Youtube Acc, und den nutz ich auch nur zum Wiedergabelisten erstellen.

    Ich werde weiterhin “googeln” ohne Frage, liefert meiner Meinung nach immernoch die besten Ergebnisse, aber sonst hab ich mich bis jetzt von dem ganzen Cloud Computing fern gehalten.
    Als ichs einmal wollt – Eee Storage – hatte ich keinen Code auf meinem Handbuch …

  15. Crome ist schön und gut (schnell VerknĂŒpfungen auf dem desktop oder unter alle Programe mit Web Anwendungen) aber:
    1. Ich lasse mich nicht noch mehr von Google Auspionieren.
    2. Die Skalierung von Websiten vergrösern wie z.B. beim Firefox 2 nur die Schrift was bei nidriger sowie hoher Displayauflösung Propleme bereiten kann.
    3. Es gibt zu wenige anpassungsmöglichkeiten.

  16. ziemlich albern, wenn hier leute firefox hochjubeln. dort ist standartmĂ€ĂŸig “google safebrowsing” aktiviert. d.h. alle besuchten url’s werden an google ĂŒbertragen. natĂŒrlich nur im “interesse der nutzer”…

    dass google schon seit einiger zeit bedenklich daten sammelt ist nicht von der hand zu weisen. aber immerhin haben sie ihre hausaufgaben gemacht und erkannt wo der trend unweigerlich hinlÀuft.

    noch zwei jahre und google veröffentlicht “google glas” (oder so Ă€hnlich ^^). ein unix basiertes betriebsystem, welches die verschmelzung zwischen online und offline endgĂŒltig einleitet – natĂŒrlisch open source…

    ich denke bei microsoft gibt es nun nachtschichten, denn der browser war nur ein anfang…

  17. Also, drei Tabs geöffnet: Spiegel, Computerbase und eepcnews.

    Chrome: 103 MB
    FF: 71 MB

    Und obwohl es nicht passieren sollte, auch nach dem Schließen der Tabs, hat Chrome noch alle Prozesse geöffnet. Also vom Akoya Mini kommt das Teil erstmal wieder runter…

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