January 19, 2008 Sascha 7Comment

TitelDie Firma Asus war so nett und hat uns ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Ich habe das Gerät einem Test unterzogen und hier mein Bericht.

Es handelt sich dabei um ein baugleiches Modell wie es im Moment auch bei einigen Händlern steht.

Das Gerät kommt in einem relativ kleinen Karton, der den noch wesentlich kleineren Eee PC enthält. Als ich nun das erste Mal meinen neuen “Freund” in Händen hielt war ich schon sehr beeindruckt. Tolles Teil habe ich mir gedacht.

Leider verfügte das Gerät über eine US-Tastatur (wir wissen ja nun, dass es den Eee PC mit deutscher Tastatur bei uns geben wird, puh...).

Das Gerät wirkt klein, nein besser sehr zierlich. Die Tastatur ist wirklich sehr klein und das Schreiben mit 10 Fingern ist recht schwierig, allerdings auch nicht unmöglich. Das Touchpad ist trotz der geringen Größe recht gut zu bedienen. Trotzdem wird für viele eine Maus die Arbeit erheblich erleichtern. Qualitativ wirkt der Eee PC sehr gut verarbeitet, die weisse Oberfläche gefällt mir aber persönlich nicht (Geschmackssache).


Überrascht stellte ich fest, das eine deutsche Systemoberfläche installiert war. Aber hallo? Einige Programme die ich auf Bildern vom Simplemode des Eee PC gesehen hatte fehlten. So gibt es zum Beispiel kein TuxRacer. Stellt sich die Frage ob ich hier eine endgültige Version stehen habe oder ob sich da noch was tut?

Die Simpleoberfläche die ASUS auf dem Eee PC vorgibt ist wirklich sehr simple und gut. Die wichtigsten Funktionen werden mit einem Mausklick aufgerufen.

Unter der Simpleoberfläche ist die deutsche Tastatur eingestellt, was dazu führt, dass zum Beispiel Z und Y vertauscht sind. Unter dem Full Desktop kann dann auch die englische Tastur eingestellt werden.

Meine erste Amtshandlung war dann die Einrichtung eines WLAN-Anschlusses, was auch sehr intuitiv ging. Allerdings nach dem Beenden des Ruhezustands oder dem Hochfahren des Eee PC hackelte die WLAN-Verbindung manchmal etwas und der manuelle Eingriff war notwendig um die Verbindung wieder zu starten.

Dann bin ich auf die How-Tos auf unserer Seite gehuscht und habe die KDE Fullversion eingerichtet, VLC runtergeladen und Opera installiert. Das ganze hat nicht mal 10 Minuten gedauert. Anschließend habe ich über die eingebaute Updatefunktion noch Skype aufgerüstet, so dass auch Videochats möglich sind.

Die KDE Oberfläche von Xandros ist sehr Windowslike. Umsteiger werden sich schnell zu recht finden. Sehr gewöhnungsbedürftig ist die Installation von Software, die über einen Paketmanager erfolgt. Leider hat Asus es versäumt hier Software zu hinterlegen, denn wirklich viel ist das nicht was uns über den Paketmanager angeboten wird. Evtl. wird sich das ja noch ändern.

Das installierte Open Office läuft sehr gut und geschmeidig.
Open Office Write, Calc und Impress starten in wenigen Sekunden, was sehr beeindruckend ist und die Geschwindigkeit der SSD Platte verdeutlicht.

Die Kompatibilitaet mit Powerpoint, Word und Excel machen den Eee PC in Verbindung mit dem Open Office Paket zu einem mobilen Begleiter auch fuer Geschaeftsleute!

Sehr intensiv habe ich mich mit der PIM-Anwendung des Eee PC auseinander gesetzt. Diese umfasst neben einem Kalender auch Kontakte, To-Do´s und ein Mailprogramm (KMail). Schön ist ein Terminreminder, der auf Wunsch rechtzeitig einen anstehenden Termin anzeigt!

Das schöne an der Anwendung ist die Runde Integration zwischen Termin, Kontakten und eMails die mir persönlich den Terminworkflow erheblich vereinfachen wird. Man merkt dem Programm an, dass es für grössere Bildschirmauflösungen geschrieben wurde, aber auch auf dem Eee PC ist die Nutzung kein Problem und ich freue mich schon jetzt meine Termine mit dem Eee PC verwalten zu können!

Dann habe ich eeeXubuntu installiert. Dazu habe ich mir von unseren Kollegen von www.eeeuser.com die iso von eeeXubuntu runtergezogen und eine CD gebrannt. Ein externes DVD Laufwerk ist aus meiner Sicht dringend empfohlen.

eeeXubuntu läuft recht gut, allerdings habe ich es nicht geschafft die Ruhezustand zu nutzen und das ist ziemlich blöd (Vielleicht hat ja jemand einen Tipp). Ein weiterer Mangel war, dass ich bei der PIM-Anwendung es nicht geschafft habe den Reminder sinnvoll einzusetzen. Das Tolle an eeeXubuntu ist halt, dass es hier wirklich viele Softwarepakete gibt und man schön rumspielen kann!

Ach ja, kleines Ärgernis am Rande, ich habe es geschafft mit dem Paketmanager das Xandros-System zu zerschiessen. Ohne externes DVD Laufwerk wäre ich wirklich blöd dran gewesen. Nach der Installation des Grundsystem (läuft nach dem Start vom DVD-Laufwerk automatisch ab), wurde bei mir ein englisches System installiert! 🙁

Ich selber werde mich für Xandros im Full Desktopmode entscheiden. Es läuft auf dem Eee PC sehr rund und stabil. Mal gucken ob ich bei Gelegenheit noch XP ausprobiere!

Folgende Geräte habe ich am Eee PC ausprobiert:

Samsung UM10-BK Maus
USB DVD Laufwerk von LaCie Design by Sam Hecht (nur booten und lesen, gebrannt habe ich noch nicht)

Fazit

Geeignet für alle die mit der kleinen Tastatur zurecht kommen und ein immer dabei hab Gerät haben wollen. Alle Anderen sollten erstmal testen!

Persönlich --> Ein wirklich klasse Gadget auf das ich nicht mehr verzichten will! Sobald mein deutscher Eee PC kommt wird dieser mein täglicher Begleiter! 😉

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7 thoughts on “Der Eee PC. Ein erster Eindruck

  1. Sorry Jungs, ich musste den Test noch einmal neu posten, da ich ihn total zerhackt habe. Uebrigens stammt er immer noch von unserem Admin Kay!!!

  2. Also das Xandros OS läuft flüssiger als eeeXubuntu oder gibt es z.Zt. noch weitere Mängel bei eeXubuntu, abgesehen vom PIM und dem Ruhezustand?

  3. Flüssiger nicht. Mir gefällt eeeXubunt sehr gut, allerdings stört mich die Sache mit dem Ruhezustand und der PIM – Problem! Ich habe unter eeeXubunt auch Skype zum laufen bekommen! Also fast alles in Butter!

  4. Das mit der Zerschießen des Systems hatte ich vorgestern. Wichtig ist, daß man sich gut überlegt, welche Pakete man im Synaptic Paketmanager installiert und ggfs den entsprechender Eintrag nach der Installation wieder auf inaktiv setzt. Ebenfalls wichtig: im BIOS das System auf final setzen (wenn es auf Start) steht, kannl das Dateisystem überschrieben werden. Ich hatte plötzlich keine Recovery Partition mehr 🙁
    Entgegen dem Handbuch ging die Recovery vom externen DVD-Laufwerk bei mir deutlich länger als 5 Min (ca. 30 min)…

  5. Hi,

    sehr schöner Bericht, danke. Aber könntest du dir bitte mal mein HowTo für eeeXubuntu angucken und sagen, ob so alles korrekt ist? Ich habe es nur übersetzt, und ausprobieren konnte ich ja noch nicht 😉

    Danke…

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