July 16, 2008 Sascha 23Comment

Laut Intel CEO Paul Otellini sind fehlende Testressourcen der Grund fuer die Intel Atom Knappheit. Ausreichende Stueckzahlen, so berichtet Golem.de, koenne Intel produzieren. Weiterhin erstaunt die Aussage Otellinis:"Es geht hier um etwas, das keiner von uns nutzen würde"
Der Atom sei ebenfalls primaer nur fuer den Internetzugang gedacht und nicht fuer komplexe Applikationen.
Warum Otellini die Bedeutung und Performance der eigenen CPU so runterspielt, bleibt mir ein Geheimnis. Vielleicht weil es immer noch keinen Konkurrenten gibt, der aehnliches liefern kann oder weil es ihm zu peinlich ist, dass ein Unternehmen wie Intel nicht mal eben eine Testinfrastruktur fuer die Atom Prozessoren aufbauen kann?

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23 thoughts on “Atom Knappheit. Fehlende Testressourcen bei Intel schuld

  1. “Es geht hier um etwas, das keiner von uns nutzen würde”

    Egal wie oft ich diesen Satz lese, ich verstehe den Sinn dahinter nicht.

  2. @Fuji:
    Ich finde der Satz hört sich an als ob die Herren bei Intel ihren eigenen Prozessor nicht mögen. So in der Art “So ein Ding mit viel zu wenig Leistung, lächerlich das wir sowas produzieren”
    Sie wollen schlicht und einfach gar nicht mehr Atom CPU’s produzieren.

  3. nachtrag zu meinem comment:
    quelle: jkontherum

    “..Yes, the Centrino 2 is a game changer I believe and a very good one. The only question I have is why would you now want to put an Atom in a notebook running Windows when a Centrino 2 would probably provide just as good battery life with much better performance? Price maybe, I guess.”

    ich denke intel will das die netbooks mit dem teureren und mehr geldbringenden centrino 2 ausgestattet werden weil beim atom die gewinnspanne zu klein ist.

  4. “…nicht mal eben eine Testinfrastruktur fuer die Atom Prozessoren aufbauen kann?”

    Ich hoffe dem Autor ist schon klar, dass in der Halbleiterindustrie langfristig die Testkapazitäten abgeschätzt werden und aufgrund dieser Schätzungen dann die Infrastruktur auf-/ausgebaut wird. Wenn dann ein Produkt sich um ein vielfaches besser verkauft als antizipiert kann man die Infrastruktur nicht von heute auf morgen ausbauen…

  5. “…denke intel will das die netbooks mit dem teureren und mehr geldbringenden centrino 2 ausgestattet werden…”
    Damit schneidet sich Intel aber mächtig ins eigene Fleisch. Kein Mensch würde ein Netbook um 1000Eur kaufen.
    Ich hoffe nur, dass VIA endlich den C8 bringt und es schafft diesen in vernünftigen Stückzahlen zu liefern.
    Dann würde wahrscheinlich kein Mensch mehr darüber nachdenken sich ein Netbook mit nem Atom zu holen.

  6. @lucemfero

    da haben aber saemtliche Analysten, die das Volumen des Netbook Markts bezifferten, ganz schoen an Intel vorbeigeredet.
    Die Problematik ist seit mehr als einem halben Jahr bekannt und gerade weil Intel langfristig plant, haetten Sie vom worst case ausgehen muessen.

  7. Die Arroganz von Intel ist ja nicht auszuhalten. Otellini könnte auch gleich sagen: “Kauft bitte teure CPU, sonst verdiene ich zu wenig.”

    Hoffentlich nutzt AMD die Chance und bringt bald eine preiswerte Plattform.

    Intel? Nein, danke!

    Gruß,
    Mike

  8. @Sascha: Laut Analysten hätten unabhängig von der Knappheit der Atom CPU mehr netbooks verkauft werden sollen. Jeder halbwegs seriöse Unternehmer wird seine Kapazitätsplanung nicht an Marktabschätzungen von Analysten knüpfen sondern an die Zahlen, die er von Marketing und Distribution bekommt. Wie auch immer, neue Testinfrastruktur aufzubauen und in produktiven Rahmen in Betrieb zu nehmen wird jetzt wohl so 3-6Monate dauern.

  9. Jeder halbwegs serioese Unternehmer hat ein worst case Szenario und somit auch einen Plan B. Oder aber es war die Bankrott Erklaerung an das Marketing und Distributions-Channel Feedback!

    Otellini haette diese Aussagen besser nicht getroffen bzw. die PR Abteilung vorschicken sollen. Sowohl die Diskreditierung der eigenen Prozessor Linie als auch die vermeintliche Ausrede bezueglich der Lieferengpaesse sind mehr als daemlich!

  10. “Vielleicht möchte man die Hersteller so dazu “zwingen” auf die stärkere, aber auch um ein vielfaches teurere Centrino2 Plattform umzusteigen.”

    Warum sollte Intel den Atom erst einwickeln um dann später die Kunden [Netbook Hersteller] dazu “zwingen” ihn nicht zu kaufen. Bitte Gehirn einschalten.

    Außerdem könnte man die Kunden über den Atom Preis viel besser zum Centrino 2 “zwingen”!!!

  11. vielleicht aber hat der Hersteller einfach ein bessers Bild von seinem Atom als ihr!!!???…

    ein Prozessor der von seinem Hersteller noch nicht mal gut gefunden würde, würde ich nie freiwillig kaufen …

    cya
    Stubber

  12. @Stubber:
    Wie kommst Du denn nur darauf 🙂
    Sehe ich genauso.

    Zum Thema:

    Intel scheint wohl im Moment Probleme mit den bisher gefundenen zahlreichen Errata der Atom-Prozessoren zu haben:

    Atom N270 – 31 Fehler
    Atom Z-Serie – 35 Fehler
    Atom 230 – 30 Fehler

    Steht in den Updates der Datenblätter.

    Fehler lassen sich so gut wie nie vermeiden, aber das sind ein “paar” zuviel. Das würde sich auch mit der Aussage “fehlende Testressourcen” decken (schöne Umschreibung).

    Normalerweise werden neue CPUs ausgiebigen Tests unterzogen bevor sie vermarktet werden. Vllt. hat da jemand etwas verschlafen.

    Quellen:
    http://www.intel.com/design/chipsets/embedded/specupdt/320047.pdf

    http://download.intel.com/design/chipsets/embedded/specupdt/319536.pdf

    http://download.intel.com/design/processor/specupdt/319978.pdf

    @ Sascha (zur News):
    Vermutung: Dank des Aufmerksamkeit erregenden Marketing-Hypes wurde das Interesse vieler potentieller Kunden auf die neue Atom-Plattform gelenkt – aber auch weg von Intels anderen Produkten, wie z.B. die Centrino2-Plattform, deren Vermarktung für Intel gewinnbringender wäre. Tja, dann ist neuerdins sogar laut Intel der Atom nichts besonderes mehr.

  13. @Aquila
    Wenn ich mich nicht grob irre, haben Errata der Prozessoren nichts mit den hier genannten Testkapazitäten zu tun.

    Errata sind Fehler, die in der Architektur oder besser gesagt in dem jeweiligen Stepping vorkommen – in allen produzierten Einheiten von Prozessor “x”.
    Daher können die Zahlen der Errata auch den Prozessornummern zugeordnet werden.

    Die Testkapazitäten, die hier fehlen sind die, welche nach Herstellung und programmierung der Prozessoren die Funktionsfähigkeit und das Einhalten gegebener Standards prüfen.
    Durch diese Tests werden dann Prozessoren sortiert – z.B. nach

    A: schafft 1,6GHz stabil
    B: schafft 1.2GHz stabil
    C: Ausschuss.

    Die Errata werden nicht im laufenden Prozess, sondern erst mit einem neuen Stepping behoben.

    Gruß

  14. Heh, 30-35 errata sind geradezu mickrig, selbst letzte, gut ausgereifte Steppings des Pentium III hatten iirc deutlich mehr. Diese Fehler werden normalerweise durch Microcode-Änderungen maskiert (auch nach Auslieferung kein Problem, werden durch BIOS hochgeladen) und verschlechtern ein bisschen die Performance. Gelegentlich bleiben Fehler unmaskiert, wenn sie ausschließlich den Betriebssystem (Kernmodus) code stören, aber keinen Anwendungscode, und wenn das nicht zu Problemen mit gängigen Betriebssystemen führt.

    Normalerweise keine Rede Wert. Falls es mal was ernsthafteres gibt, gibt es alle 10 Jahre einen Riesenaufschrei.

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